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Biosphärenregion Spessart

Ortsgruppe Aschaffenburg

Ökotipp: So wird der Frühjahrsputz umweltfreundlich und gesundheitsschonend II

Für viele Menschen steht der Frühjahrsputz an! Rund eine Milliarde Euro geben die Deutschen pro Jahr dafür aus. Wer hier spart, tut sich und der Umwelt Gutes, denn die meisten angeblichen Wundermittel sind überflüssig. 

Ökologische Alternative: Putzmittel selber herstellen

Sie können sogar ganz auf auf herkömmliche Putzmittel verzichten und einfache Hausmittel anwenden, die schon den Großeltern gute Dienste geleistet haben, sagt der BUND:

  • Kalk im Bad und in der Küche lässt sich generell gut mit Essig oder Zitronensaft bekämpfen.
  • Zum Säubern der Duschkabine: Essig und Zitronensäure im 1:2 Verhältnis mischen, mit einem Schwamm auftragen, 15 Minuten einwirken lassen und mit warmen Wasser abspülen. Um den "Peeling-Effekt" für die Reinigung von Dusche oder Badewanne zu verstärken, können Sie etwas Salz hinzugeben.
  • Fenster reinigen Sie am besten mit einer ausrangierten Nylonstrumpfhose und einem guten Schuss Essig oder Zitronensaft im Putzwasser. Essig und Zitrone wirken als natürliche Kalklöser, die Strumpfhose entfernt auch festeren Schmutz ohne Kratzer zu hinterlassen.
  • Gegen Fettreste hilft übrigens auch aufgebrühter Schwarztee. Die darin enthaltenen Gerbstoffe entfernen Öl und Nikotin und wirken auch nachhaltig als Schutzschild gegen neue Verschmutzungen.
  • Gegen einen verstopften Abfluss hilft kochendes Kartoffelwasser. Ist dieser jedoch extrem stark verschmutzt, hilft nur noch eine Mischung aus Essig und Natron. Hierzu geben Sie drei bis vier Esslöffel Natron direkt in den Abfluss. Anschließend spülen Sie mit einer Tasse Essig nach, um die chemische Reaktion in Gang zu setzen. Ungefähr 30 Minuten später spülen Sie mit warmem Wasser nach.
  • Mit dem Natron-Essig-Mix lässt sich auch das WC reinigen. Sollten Sie kein Natron zur Hand haben, können Sie auch Backpulver verwenden.
  • Gardinen weißen: Durch gewöhnliches Küchensalz wird Weiß wieder zum Strahlen gebracht. Lösen Sie das Salz dazu in warmem Wasser auf und lassen Sie den Stoff für mehrere Stunden einweichen. Anschließend waschen Sie die Gardine ganz normal in der Waschmaschine. Auf diese Weise können Sie auf chlorhaltige Reiniger oder Waschmittel mit optischen Aufhellern verzichten, welche die Gewässer belasten. 

Mehr Informationen: www.bund-bawue.de/tipps/detail/tip/umweltschonender-fruehlingsputz/

Ökotipp: So wird der Frühjahrsputz umweltfreundlich und gesundheitsschonend I

Landauf, landab putzen viele Menschen im Frühjahr ihre Wohnung oder ihr Haus. Doch viele Reinigungsmittel enthalten umweltschädliche oder gesundheitsgefährdende Chemikalien. Wer ein paar Regeln beachtet, schont die Umwelt und vermeidet gesundheitliche Gefahren. Der BUND Naturschutz erklärt, welche ökologischen und gesünderen Alternativen es gibt.

Problematische Inhaltsstoffe in Putzmitteln

Putzmittel sollen Schmutz, Fett und Keime entfernen. Zu den wichtigsten Wirkstoffen zählen Tenside, Säuren wie Zitronen- oder Essigsäure, Lösungsmittel wie Alkohol oder Glykol­ether, Basen wie das stark ätzende Natriumhydroxid, Enzyme, sowie Desinfektions- oder Bleichmittel. Auch unnötige Inhaltsstoffe finden sich in Putz- und Reinigungsmitteln, insbesondere Konservierungsstoffe, Duft- und Farbstoffe. Viele Putzmittel enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe, die sowohl für die Umwelt auch für die Gesundheit schädlich sind, erklärt der BUND. Die Finger sollten Sie von Produkten lassen, mit diesen problematischen Inhaltsstoffen:

Ammonia, Ammonium, Natriumhypochlorit, Amyl Cinnamal, Galaxolid, Isoeugenol, Limonene, Linalool, Zimtaldehyd, Methylisothiazolinon, Hexyl Cinnamaldehyde, Benzylakohol, Coumarin, Benzyl Benzoate, Geraniol, Eugenol, Methylheptincarbonat, Sodium Hypochlorite, Benzalkoniumchlorid, Isothiazolinone.

Umweltfreundliche Reiniger als Alternative

Greifen Sie zu Reinigungsmitteln, die mit zertifizierten Siegeln versehen sind, so der BUND. Produkte mit Siegeln wie dem „Blauen Engel“, dem EU-Umweltzeichen „EU Ecolabel“ oder dem „Ecocert“-Siegel sind gute Anhaltspunkte dafür, dass weniger bedenkliche Stoffe enthalten sind. Auch können Sie guten Gewissens zu Produkten greifen, die von Ökotest mit „Sehr gut“ ausgezeichnet wurden.

Sparsam mit Putzmitteln umgehen

Statt Reinigungsmittel zu versprühen, geben Sie diese direkt auf ein feuchtes Tuch. So atmen Sie keine gesundheitsschädlichen Aerosole ein. Verwenden Sie Putztücher mit strukturierter Oberfläche – sie sind besonders effektiv in der Schmutzaufnahme und, senken so den Putzmittelverbrauch. Bevorzugen Sie Putztücher aus Naturmaterialien, das spart fossile Ressourcen. Nachhaltig zertifizierte Textilien verzichten außerdem auf giftige Ewigkeitschemikalien (PFAS), mit denen manche Putztücher versehen sind, um schmutzabweisend zu sein.

Greifen Sie außerdem zu festen Reinigungsprodukten wie Pulver oder Tabs. Diese enthalten meist weniger Konservierungsstoffe als flüssige Produkte. Zudem sparen sie durch geringeres Gewicht und Volumen beim Transport CO2 ein. Mit diesen einfachen Maßnahmen lässt es sich sauber putzen, ohne Umwelt und Gesundheit zu gefährden. Als ökologische Alternative empfiehlt der BUND auch Putzmittel selber herzustellen – dazu mehr im nächsten Ökotipp.

Beim Essen auf Umwelt- und Klimaschutz achten

Unser Essen hat etwas mit der Umwelt und dem Klima zu tun, weil auch die Herstellung von Lebensmitteln viel damit zu tun hat. Die genauen Folgen können sich aber stark unterscheiden. Es kommt auf die Art der Lebensmittel an, auf die Herstellung und Verarbeitung, den Transport, die Aufbewahrung und Zubereitung. 

Nach der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) soll nachhaltige Ernährung

    • geringe Auswirkungen auf die Umwelt haben,

    • biologische Vielfalt und Ökosysteme schützen,

    • zur Lebensmittel- und Ernährungssicherung für alle beitragen und

    • ein gesundes Leben für heutige und künftige Generationen ermöglichen.

Es gibt viele Möglichkeiten, beim Essen auf Umwelt- und Klimaschutz zu achten, so der BUND Naturschutz (BN). Dazu gehören folgende Grundsätze:

    • ein hoher Anteil pflanzlicher Lebensmittel,

    • ökologisch erzeugte Lebensmittel (Bio-Lebensmittel, auf Gütesiegel achten),

    • regionale und saisonale Erzeugnisse - nur das kaufen, was gerade geerntet wird,

    • möglichst gering verarbeitete Lebensmittel (wenig Fertiggerichte).

    • außerdem gehört dazu, Abfälle und Verschwendung zu vermeiden. 

Auf dem Weg vom Feld auf den Esstisch geht schätzungsweise ein Drittel aller Lebensmittel verloren. Große Mengen werden weggeworfen, obwohl sie noch genießbar sind. Oder sie verderben unnötig, zum Beispiel, weil zu große Mengen eingekauft wurden. Auch die schonende Zubereitung ist ein wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit, denn so kann Energie gespart werden.

Eine nachhaltige und überwiegend pflanzliche Ernährung schützt die Artenvielfalt, unsere Ökosysteme, das Klima und schont die natürlichen Ressourcen.

Mehr Infos: www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/essen-und-trinken