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Biosphärenregion Spessart

Ortsgruppe Aschaffenburg

Ökotipp: So wird der Frühjahrsputz umweltfreundlich und gesundheitsschonend I

Landauf, landab putzen viele Menschen im Frühjahr ihre Wohnung oder ihr Haus. Doch viele Reinigungsmittel enthalten umweltschädliche oder gesundheitsgefährdende Chemikalien. Wer ein paar Regeln beachtet, schont die Umwelt und vermeidet gesundheitliche Gefahren. Der BUND Naturschutz erklärt, welche ökologischen und gesünderen Alternativen es gibt.

Problematische Inhaltsstoffe in Putzmitteln

Putzmittel sollen Schmutz, Fett und Keime entfernen. Zu den wichtigsten Wirkstoffen zählen Tenside, Säuren wie Zitronen- oder Essigsäure, Lösungsmittel wie Alkohol oder Glykol­ether, Basen wie das stark ätzende Natriumhydroxid, Enzyme, sowie Desinfektions- oder Bleichmittel. Auch unnötige Inhaltsstoffe finden sich in Putz- und Reinigungsmitteln, insbesondere Konservierungsstoffe, Duft- und Farbstoffe. Viele Putzmittel enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe, die sowohl für die Umwelt auch für die Gesundheit schädlich sind, erklärt der BUND. Die Finger sollten Sie von Produkten lassen, mit diesen problematischen Inhaltsstoffen:

Ammonia, Ammonium, Natriumhypochlorit, Amyl Cinnamal, Galaxolid, Isoeugenol, Limonene, Linalool, Zimtaldehyd, Methylisothiazolinon, Hexyl Cinnamaldehyde, Benzylakohol, Coumarin, Benzyl Benzoate, Geraniol, Eugenol, Methylheptincarbonat, Sodium Hypochlorite, Benzalkoniumchlorid, Isothiazolinone.

Umweltfreundliche Reiniger als Alternative

Greifen Sie zu Reinigungsmitteln, die mit zertifizierten Siegeln versehen sind, so der BUND. Produkte mit Siegeln wie dem „Blauen Engel“, dem EU-Umweltzeichen „EU Ecolabel“ oder dem „Ecocert“-Siegel sind gute Anhaltspunkte dafür, dass weniger bedenkliche Stoffe enthalten sind. Auch können Sie guten Gewissens zu Produkten greifen, die von Ökotest mit „Sehr gut“ ausgezeichnet wurden.

Sparsam mit Putzmitteln umgehen

Statt Reinigungsmittel zu versprühen, geben Sie diese direkt auf ein feuchtes Tuch. So atmen Sie keine gesundheitsschädlichen Aerosole ein. Verwenden Sie Putztücher mit strukturierter Oberfläche – sie sind besonders effektiv in der Schmutzaufnahme und, senken so den Putzmittelverbrauch. Bevorzugen Sie Putztücher aus Naturmaterialien, das spart fossile Ressourcen. Nachhaltig zertifizierte Textilien verzichten außerdem auf giftige Ewigkeitschemikalien (PFAS), mit denen manche Putztücher versehen sind, um schmutzabweisend zu sein.

Greifen Sie außerdem zu festen Reinigungsprodukten wie Pulver oder Tabs. Diese enthalten meist weniger Konservierungsstoffe als flüssige Produkte. Zudem sparen sie durch geringeres Gewicht und Volumen beim Transport CO2 ein. Mit diesen einfachen Maßnahmen lässt es sich sauber putzen, ohne Umwelt und Gesundheit zu gefährden. Als ökologische Alternative empfiehlt der BUND auch Putzmittel selber herzustellen – dazu mehr im nächsten Ökotipp.

Beim Essen auf Umwelt- und Klimaschutz achten

Unser Essen hat etwas mit der Umwelt und dem Klima zu tun, weil auch die Herstellung von Lebensmitteln viel damit zu tun hat. Die genauen Folgen können sich aber stark unterscheiden. Es kommt auf die Art der Lebensmittel an, auf die Herstellung und Verarbeitung, den Transport, die Aufbewahrung und Zubereitung. 

Nach der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) soll nachhaltige Ernährung

    • geringe Auswirkungen auf die Umwelt haben,

    • biologische Vielfalt und Ökosysteme schützen,

    • zur Lebensmittel- und Ernährungssicherung für alle beitragen und

    • ein gesundes Leben für heutige und künftige Generationen ermöglichen.

Es gibt viele Möglichkeiten, beim Essen auf Umwelt- und Klimaschutz zu achten, so der BUND Naturschutz (BN). Dazu gehören folgende Grundsätze:

    • ein hoher Anteil pflanzlicher Lebensmittel,

    • ökologisch erzeugte Lebensmittel (Bio-Lebensmittel, auf Gütesiegel achten),

    • regionale und saisonale Erzeugnisse - nur das kaufen, was gerade geerntet wird,

    • möglichst gering verarbeitete Lebensmittel (wenig Fertiggerichte).

    • außerdem gehört dazu, Abfälle und Verschwendung zu vermeiden. 

Auf dem Weg vom Feld auf den Esstisch geht schätzungsweise ein Drittel aller Lebensmittel verloren. Große Mengen werden weggeworfen, obwohl sie noch genießbar sind. Oder sie verderben unnötig, zum Beispiel, weil zu große Mengen eingekauft wurden. Auch die schonende Zubereitung ist ein wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit, denn so kann Energie gespart werden.

Eine nachhaltige und überwiegend pflanzliche Ernährung schützt die Artenvielfalt, unsere Ökosysteme, das Klima und schont die natürlichen Ressourcen.

Mehr Infos: www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/essen-und-trinken