Ausstellung Tatort Garten: Ödnis oder Oase
Im Martinushaus ist seit Freitag die BN - Fotoausstellung "Tatort Garten - Ödnis oder Oase" im Foyer zu sehen. In ca. 30 großformatigen Bildern und Texten soll der Blick für das geschärft werden, was in neuerer Zeit in unserer Umgebung zum Schaden für die Natur und der ihr innewohnenden Ästhetik geschieht.
In einer Gesprächsrunde zur Eröffnung der Ausstellung trafen sich Vorstände der BN Kreisgruppe, zwei Mitarbeiterinnen der Stadt Aschaffenburg und die Vertreterin des Martinushauses.
Anna-Lena Staps, Bildungsreferentin des Martinushauses hatte die Idee mit dem Thema Gartengestaltung. Sie findet es auch ganz persönlich wichtig zu zeigen, dass es auch anders gehen kann und man Verantwortung für eine natürliche Gestaltung tragen müsse.
Versiegelte „Gärten“ haben kein Funktion für Abkühlung und sind nicht klimaangepasst. Aber auch hier wird Umgestaltung belohnt. Dagmar Förster, die Vorsitzende der BN Kreisgruppe erzählt, dass es einen Wettbewerb des Landkreises gäbe. In der Sparte der Schottergärten werden hier Flächen ausgezeichnet, die durch eine Umgestaltung entsiegelt und dann naturnah und umweltfreundlich begrünt wurden. (Quelle: Noch 30 Tage Vorgarten-Wettbewerb / Landkreis Aschaffenburg)
Reinhard Stürmer von der Kreisgruppe des BN beklagt, dass in der Kombination Garten und Haus immer steriler würden, dabei wurde diese Ödnis im bekannten Buch „Grün kaputt“ bereits in der 80er Jahren aufgezeigt.
Heidi Bolch und Claudia Roth vom Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz sehen die Aufgaben der Stadt nicht in der direkten Beratung zur Gartengestaltung. Schottergärten verbieten könne man nicht. Allerdings sehen die Festsetzungen in den Bebauungsplänen die „gärtnerische Gestaltung“ von Vorgärten und das Pflanzen heimischer Bäume vor. Das Problem sei aber, dass es kein Personal für die Kontrolle dieser Vorgaben gäbe.
Die Ausstellungsdauer ist vom 11.09. bis 16.10.2026, die Öffnungszeiten (außer Feiertage) sind Montag - Donnerstag: 09.00 - 16:00 und Freitag: 09.00 - 12.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei!
Konzipiert wurde die Ausstellung von Lisa Voit und Heinrich Inkoferer von der BUND Naturschutz e.V. Kreisgruppe Landshut.
Ein weiterer Anlaufpunkt zu Klimaanpassung und -resilienz ist auch am Sonntag, 20. September der Ökomarkt des BN auf dem Schloßplatz.
Unsere Gartenposter
Die Garten-Ausstellung des BUND Naturschutz zeigt auf acht großformatigen Postern, wie jeder im Garten etwas für Biodiversität und Artenvielfalt tun kann. Im Kontrast dazu wird der leider vielerorts in Mode gekommene Schottergarten gezeigt.
Hier gibt es unter anderem Tipps wie wir mit einfachen Mitteln eine Blumenwiese anlegen können. Wie schaffen wir Lebensräume für Insekten und Tiere und wie kommen wir ohne Gift in einem gesunden Garten aus. Auch über rekordverdächtige Schmetterlinge gibt es Interessantes zu erfahren: Wer weiß schon, dass Zitronenfalter Frostschutzmittel in den Zellen haben und im Winter komplett durchfrieren können!
Die Ausstellung kann über die Geschäftsstelle des BUND Naturschutz ausgeliehen werden. Das Format jedes Posters ist DIN A0. Zusätzlich stehen kostenlose Broschüren zum Thema Naturgarten zur Verfügung.















