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Biosphärenregion Spessart

Ortsgruppe Aschaffenburg

Hummel-Challenge startet wieder am 20.06.

Beobachten, bestimmen, melden: Bei der Hummel-Challenge vom 20. Juni bis 3. Juli 2025 können Naturfreund*innen aus unserer Region wieder dazu beitragen, das Vorkommen heimischer Hummelarten direkt vor der eigenen Haustür zu dokumentieren. 

Summende Wiesen, blühende Gärten und emsige Bestäuber: Mit dem Sommer erreicht das Hummeljahr seinen Höhepunkt. Viele Völker sind jetzt am größten, Arbeiterinnen unermüdlich auf Nahrungssuche und erstmals erscheinen Jungköniginnen sowie Drohnen. Diese Phase liefert besonders wertvolle Einblicke in die Entwicklung der verschiedenen Arten.

Die Hummel-Challenge des BUND Naturschutz gemeinsam mit dem Thünen-Institut lädt vom 20. Juni bis 3. Juli dazu ein, Hummeln zu fotografieren, per App zu bestimmen und zu melden. Ziel ist es, mehr über Verbreitung und Häufigkeit heimischer Arten zu erfahren. Die gesammelten Daten helfen dabei, Veränderungen bei Artvorkommen und Lebensräumen frühzeitig zu erkennen.

Die Teilnahme ist einfach: Ein Smartphone und die kostenlosen Apps ObsIdentify oder Observation genügen. Hummeln fotografieren, Art bestimmen und Beobachtung hochladen. Fachleute prüfen die Meldungen anschließend. ObsIdentify eignet sich besonders für Einsteiger*innen, Observation bietet zusätzlich die Möglichkeit, weitere Angaben etwa zum Verhalten oder zur besuchten Pflanze zu machen.

Die Aktion findet zweimal im Jahr statt. Bereits im Frühjahr beteiligten sich über 5.300 Menschen und meldeten mehr als 16.800 Beobachtungen von 18 Hummelarten. Die Sommerrunde ergänzt diese Ergebnisse nun um eine besonders wichtige Phase im Lebenszyklus der Tiere.

„Gerade jetzt lassen sich Unterschiede zwischen häufigen und spezialisierten Arten gut erkennen“, erklärt Dagmar Förster, Vorsitzende der Kreisgruppe Aschaffenburg des BUND Naturschutz. „Während weit verbreitete Arten wie Erd- oder Ackerhummel vielerorts zu sehen sind, sind andere auf bestimmte Pflanzen oder Lebensräume angewiesen. Diese Unterschiede wollen wir sichtbar machen und langfristig besser verstehen.“

Hummeln sind zentrale Bestäuber vieler Wild- und Kulturpflanzen und oft effizienter als Honigbienen. Durch Vibrationsbestäubung lösen sie Pollen aus Blüten, die für andere Bestäuber schwer zugänglich sind, etwa bei Tomaten oder Heidelbeeren. Gleichzeitig benötigen ihre Völker über Monate hinweg ein durchgehendes Blütenangebot.

Gute Beobachtungsmöglichkeiten bieten derzeit viele Sommerblüher wie Natternkopf, Wegwarte, Oregano, Thymian, Klee, Flockenblumen, Lavendel und Disteln. Wer diese Pflanzen im Garten, auf dem Balkon oder im öffentlichen Grün fördert, schafft wichtige Nahrungsquellen über die gesamte Saison hinweg.

Zusätzlich gibt es ein Hummel-Quiz auf der Website des BUND Naturschutz. Unter allen Teilnehmenden werden zehn Preise verlost.

Weitere Informationen zur Teilnahme:

https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/hummel-challenge

Thünen-Institut: https://wildbienen.thuenen.de/hummel-challenge