Durchsuchen Sie unser Wissen

Zur Startseite

Ortsgruppe Aschaffenburg

Fridaysforfuture-Klimaaktionstag am 19.März - wir waren dabei!

Am letzten Freitag, den 19.März war es wieder mal soweit – globaler Klimaaktionstag!

Die Aschaffenburger Fridaysforfuture-Gruppe hatte dazu zu einer Kundgebung und Fahrraddemo aufgerufen.

22.03.2021

Rund 350 Leute darunter auch unsere BN-ler versammelten sich um 15 Uhr auf dem Theaterplatz zu einer ersten Kundgebung. Für das Klima und auch für den Wald - so sprach das große Banner an der Bühne, das auf den Protest gegen den geplanten Ausbau der B469 verwies und gegen den sich auch die Sprecherinnen von fff aussprachen. Wir hörten weiterhin von den Aktivistinnen Carlotta Hein und Lea Schlüpfer, dass zurzeit sich alles nur um Corona dreht und die Politik jetzt zeigt, dass sie in der Krise handeln kann.  So wünschen sich Fridaysforfuture-Aktivisten  auch das  Handeln gegen die Klimakrise, denn sie schreitet weiter voran.

Dann ging es mit den Rädern laut klingelnd und wohlbehütet von Polizei und den ehrenamtlichen Helfern des ADFC durch Aschaffenburgs City, welche sich an diesem Freitag Nachmittag recht belebt zeigte. Lauter als die Fahrradklingeln waren dann noch die Friedenstrommler, die es sich nicht nehmen ließen, am Herstallturm und später wieder auf dem Theaterplatz den Demonstrierenden zuzutrommeln. So war tatsächlich eine Gemeinschaft für den Klimaschutz zu spüren - sie ist in Aschaffenburg noch da, wenn auch etwas verborgener und mehr in die Welt der Videokonferenzen verlagert- momentan den Kontaktbeschränkungen durch den Corona-Virus wohl geschuldet. Am Ende der Demo der Ruf der Hoffnung durch ein Megafon - bald werden wir (wieder) mehr sehr sein und noch lauter - für den Klimaschutz!


Fridays for future - Demo in Aschaffenburg - 25.09.2020

Anlässlich des globalen Klimastreiks am Freitag, den 25.9.2020 sind auch in Aschaffenburg etwa 600 Menschen mit Fridays For Future für eine konsequentere Klimapolitik auf die Straßen gegangen. Mit dabei waren die Aktiven des BN. Mit Maske und Abstand forderten wir einen klimafreundlichen Weg aus der Corona-Krise, denn die Klimakrise macht keine Pause.

28.09.2020

Öko-Tipp der Woche 36 – 2020 Gesundes Wohnklima bei Hitze und Trockenheit

Es ist heiß. In den Städten u. Gemeinden sind die durch den Klimawandel auftretenden Hitzetage und sogenannten Tropennächte besonders stark spürbar und haben negative Auswirkungen auf Bewohner und die Natur. Ein Grund für die extreme Hitze ist der hohe Versiegelungsgrad in unseren Städten.

01.09.2020

Durchgrünte Siedlungen sind widerstandsfähiger gegen die Folgen der Erderhitzung. Aus Sicht des BUND Naturschutz (BN) müssen die Kommunen angesichts der Klimakrise dringend umdenken und den Stadtumbau hin zu mehr Grün vorantreiben, denn die Versiegelung hat ein bedenkliches Ausmaß angenommen, immer mehr Grünflächen verschwinden, Hitzetage werden unerträglich. Es fehlt Schatten, Verdunstungskälte und die Abkühlung der Luft. Unsere Städte und Gemeinden u. die Menschen, die in ihnen leben, stehen vor dem Hitzekoller.

Etwa 46 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche Deutschlands ist versiegelt und täglich werden es 56 Hektar mehr. Um den Hitzewellen langfristig zu begegnen, braucht es Maßnahmen, die Städte grüner und resilienter machen, so der BN. Das kann eine Kombination aus Wasserrückhalt durch stärkere Begrünung, Entsiegelung und das Anlegen von Versickerungsmulden sein. Übergreifende Ansätze wie Schwammstadt-Konzepte schaffen langfristige Klimawandelanpassungen und sorgen für ein gesundes Klima für alle. Für den Wasserhaushalt in Städten u. Gemeinden gibt es durch die Versiegelung vorrangig zwei unmittelbare Auswirkungen: Einerseits kann Regenwasser weniger gut versickern und die Grundwasservorräte auffüllen, zum anderen steigt das Risiko, dass es bei starken Regenereignissen zu örtlichen Überschwemmungen kommt, da die Kanalisation die Wassermassen nicht fassen kann. Wir brauchen mehr natürlichen Speicherraum für Wasser, das wertvolle Regenwasser einfach in die Kanalisation abzuleiten ist nicht mehr zeitgemäß. Durch die Anreicherung des Grundwassers mit Regenwasser wird der natürliche Wasserhaushalt unterstützt und das anfallende Wasser kann von den Stadtbäumen genutzt werden. Auch fallen siedlungsnahe Erholungslandschaften, wie Grünanlagen, aber auch Kleingärten der Versiegelung zum Opfer. Urbane grüne und blaue Infrastruktur, wie Grünanlagen oder Gewässer sind  zwingend notwendig für den Menschen, besonders in Zeiten des Klimawandels. Wir brauchen mehr grüne Freiräume. Wasser, Natur, Plätze und Parks sind eine notwendige Infrastruktur in den Gemeinden der Zukunft, um ein lebenswertes Umfeld zu sichern. Der BN kritisiert weiter, dass mit der Versiegelung die Lebensraumfunktion und die Fruchtbarkeit des Bodens verloren gehen. Das hat wiederum negative Effekte auf die Bodenfauna und die Artenvielfalt im Allgemeinen. Das Motto muss lauten: Grünfläche statt Parkplatz.

Der erste Ansatzpunkt ist daher, eine nachhaltige Siedlungsentwicklung zu betreiben, um eine Neuversiegelung zu vermeiden. Dabei muss das Konzept der ‚Doppelten Innenentwicklung‘ angewendet werden. Das heißt, Flächenreserven im Siedlungsbestand nicht nur baulich, sondern auch mit Blick auf urbanes Grün zu entwickeln. Stadtnatur muss integrativer Bestandteil von Stadtplanung werden.

Mehr Infos: www.bund.net/themen/naturschutz/stadtnatur-gruene-freiraeume-schaffen/


Ökotipp der Woche 30 - Klimakrise beschleunigt Wasserkrise

Unsere Gewässer sind nicht gegen die Auswirkungen des Klimawandels gerüstet. Angesichts der verheerenden Zustände vieler Gewässer in Deutschland fordert der BUND Naturschutz (BN) einen Paradigmenwechsel im Umgang mit unseren Gewässern: Oberstes Prinzip muss sein, Wasser in der Landschaft zu halten und Bächen und Flüssen ihre natürliche Dynamik innerhalb ihrer Auen zurück zu geben. Knapp 40 % der oberirdischen Gewässer sind europaweit durch vielfältige Stressoren wie Klimawandel, Nährstoffeinträge durch die Landwirtschaft oder Begradigungen belastet. „Wir heizen die Erde weiter auf, gleichzeitig entwässern wir die Landschaft.

20.07.2020

Deshalb ist es keine Überraschung, dass es unseren heimischen Gewässern so schlecht geht“, betont Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND. Werden Moore und Auen trockengelegt werden zudem riesige Mengen an Treibhausgasen wie CO2 und Methan freigesetzt, die wiederum die globale Erwärmung anheizen.

Die Jahre 2014, 2018 und 2019 waren die drei wärmsten seit Beginn der Wetter-aufzeichnung. Darunter leiden Gewässer, Wälder, Tiere und auch die Landwirtschaft. Sinkende Grundwasserstände sowie steigende Wassertemperaturen haben fatale Folgen für Mensch und Umwelt. Deshalb ist es zentral, der Klimakrise und dem Artensterben entschlossen zu begegnen. Damit Flüsse und Bäche, Teiche und Seen die Hitze und Trockenheit gut verkraften, braucht es Landschaften, die Wasser speichern können. Dies gelingt nur, wenn der Gewässerschutz überall mitgedacht wird. Dazu gehört ein verbessertes Wassermanagement. Die Landschaft darf mit Drainagen nicht immer weiter entwässert werden. Versiegelte Flächen in Siedlungen leiten Regenwasser lediglich in die Kanalisation ab. Wasser muss aber in der Fläche bleiben, um in trockenen und heißen Zeiten dort zur Verfügung zu stehen, wo es gebraucht wird. Gesunde Gewässer sind resistenter und können mit den Folgen der Klimakrise besser umgehen. Wo möglich, müssen Auen renaturiert werden, denn nur naturnahe, lebendige Auen nehmen Wasser wie ein Schwamm auf und geben es bei niedrigeren Wasserständen langsam an den Fluss zurück.

Um die Gewässerkrise nachhaltig zu lösen, fordert der BUND:

  • Den Flüssen mehr Raum geben statt sie einzudeichen.
  • Die Auen müssen renaturiert werden.
  • Wasser in der Landschaft halten statt es direkt abzuleiten, so dass sich die Grundwasserspeicher wieder auffüllen können.
  • Flächenversiegelung stoppen, denn besonders in Siedlungen wird das Wasser schnellstmöglich abgeführt und kann nicht versickern.
  • Abbau von Querbauwerken, denn das Aufstauen der Flüsse erhitzt das Wasser, verschlechtert die Wasserqualität und versperrt Fischen den Weg.
  • Zum Schutz des Grund- und Trinkwassers müssen Vorsorge- und Verursacher-prinzip umgesetzt werden um die Gewässerqualität zu verbessern.
  • Die Gewässer vor Einträgen von Nähr- und Schadstoffen schützen.
  • Wassernutzungskonflikte müssen gerecht und nachhaltig gelöst werden.
  • In der Landwirtschaft ist ein nachhaltiges Wassermanagement notwendig.

Mehr Informationen: www.bund.net/fluesse-gewaesser/

Das BUND-Gewässerpapier: www.bund.net/gewaesserpapier