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Ortsgruppe Aschaffenburg

Frühlingszeit ist Jungtierzeit – auch bei der Europäischen Wildkatze. Der BUND Naturschutz (BN) warnt in dem Zusammenhang vor der Verwechslungsgefahr zwischen Haus- und Wildkatze. Immer wieder kommt es zu folgenschweren Verwechslungen, weil wohlmeinende Spaziergänger junge Wildkatzen aus dem Wald mitnehmen. Jetzt im Mai werden die jungen Wildkatzen mobil und spielen gern vor ihrem Versteck. Diese Tiere sind nicht hilflos und verlassen – ihre Mutter ist nur auf Mäusejagd und kommt bald zurück. Stoßen Wanderer auf graugetigerte Kätzchen im Wald, sollten sie die Jungtiere in Ruhe lassen und sich zügig entfernen. Wildkatzen sind streng geschützte Wildtiere, nicht zähmbar, ausgesprochen scheu, wild und heimlich. Im Wald aufgesammelte Jungkatzen werden schnell sehr kratzbürstig. Und verboten ist die Haltung von Wildkatzen ohnehin. Deshalb appelliert der BUND Wildkätzchen bitte im Wald zu lassen. Nur in seltenen Ausnahmefällen sind die jungen Wildkätzchen im Wald tatsächlich in Not. Bei Unsicherheiten sollte man zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zurückkehren, um die Situation erneut zu bewerten. Im Notfall kann man die Untere Naturschutzbehörde im Landkreis oder den jeweiligen BUND-Landesverband kontaktieren.

Wildkatzenmütter brauchen naturnahe, vielfältige Wälder mit viel Totholz, um ihre Jungen sicher verstecken zu können. Finden sie keine natürlichen Verstecke, werfen sie ihre Jungen auch oft in Holzstapeln am Wegesrand. Werden die aufgeschichteten Baumstämme dann abtransportiert, kommen die Jungtiere oft um. Auch sollte vermieden werden, Flächen mit umgestürzten Bäumen im Frühling und Sommer mit schwerem Gerät zu räumen, da Wildkatzen hier besonders gerne ihre Jungen verstecken. Aufpassen sollte man vor allem in ihren Hauptverbreitungsgebieten. Dazu gehören auch Spessart und Odenwald. Graugetigerte Hauskatzen sehen Europäischen Wildkatzen oft sehr ähnlich. Unsere Hauskatzen stammen aber von der Afrikanischen Falbkatze ab, die erst die Römer zu uns brachten. Zu diesem Zeitpunkt lebte die Wildkatze schon lange in unseren Wäldern. Hauptmerkmale der erwachsenen Wildkatzen sind ihr sehr buschiger Schwanz mit klar abgesetzten dunklen Ringen und die verwaschene Zeichnung auf cremefarbenem Fell. Nachdem sie vor hundert Jahren bei uns fast ausgerottet war, kehrt die Wildkatze mittlerweile in viele ihrer ursprünglichen Lebensräume zurück.

Als besonderes Highlight im Rahmen des Gartenschläfer-Projekts ist dem BUND Naturschutz Aschaffenburg im letzten Jahr eine scheue Wildkatze in zwei Fotofallen im Forst Hain getappt. Eine riesige Überraschung für Sandra Knöppel, die eigentlich dem Gartenschläfer auf der Spur war und weil ein Vorkommen hier bisher nicht bekannt war. Ein Videozusammenschnitt ist zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=Ctq68lp7Ekc

Weitere Infos: www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/wildkatze


Öko-Tipp der Woche 15: Die Hummeln sind los - Frag die Hummel-Hotline!

Hummeln sind beliebt. Auch beim derzeit nasskalten Wetter kann man sie vielerorts bereits durch die Luft brummen hören. Die zum Fliegen notwendige Temperatur erzeugen die Tiere dabei durch die Vibration ihrer Brustmuskulatur. So können Hummeln schon im April auf Nahrungssuche gehen. Dank ihrer Wetterbeständigkeit gehören sie zu den wichtigsten Bestäubern des Tierreiches. In Deutschland gibt es 41 Arten von ihnen - aber welche habe ich gerade vor mir? Wir verraten es Ihnen! Einfach die Hummel fotografieren und uns das Bild per WhatsApp schicken. Unser Expertenteam vom BUND Naturschutz (BN) und Institut für Biodiversitätsinfor-mation (IFBI) antwortet mit dem Namen der Hummel-Art und Informationen rund um Ihre Hummel:

  1. Telefonnummer der Hummel-Hotline zu Ihren Kontakten hinzufügen:  01 51 / 18 46 01 63
  2. Hummel mit WhatsApp fotografieren und Foto mit Postleitzahl und Datum an  die Hummel- Hotline senden.
  3. Unsere Experten antworten und sagen Ihnen, welchen Hummel-Art Sie entdeckt haben.

Die Angabe von Postleitzahl und Datum ist wichtig, weil wir nur so mehr über die Verbreitung bestimmter Hummelarten und ihre Flugzeiten erfahren können - Informationen, die wichtig für den Schutz der Hummeln sind. Die Daten tragen wir in eine Karte ein. Diese Karte mit den Fundorten und weitere Informationen über Hummeln und ihrem Schutz finden sie unter: www.bund-naturschutz.de/aktionen/welche-hummel-ist-das

Die Hummel-Hotline läuft  noch bis 18. April 2022. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des BUND und des Institut für Biodiversitätsinformation (IFBI): www.ifbi.net

 

Öko-Tipp der Woche 13: Vogelstimmen kennenlernen mit dem Vogelphilipp

Am 1. April startet der BUND Naturschutz (BN) mit seiner Vogelstimmen-Hotline. Wer wissen will, welche Vögel in seiner Umgebung singen, kann den Gesang mit dem Handy aufnehmen und über WhatsApp an den Vogelphilipp schicken. Der BN gibt zudem Tipps, wie man mehr Vogelarten in den Garten locken kann. Über 250 Vogelarten sind in Deutschland als Brutvögel zu Hause, davon sind mehr als die Hälfte sogenannte Singvögel. Gerade im Frühling melden sich Singvögel lautstark zu Wort, um ihr Revier abzugrenzen und einen Partner anzulocken. Doch wer singt da genau? Das und mehr beantwortet im April der „Vogelphilipp“. Der Landshuter Ornithologe Philipp Herrmann kennt die Vogelstimmen wie kein Zweiter. Jeder kann mitmachen: Einfach den Vogelgesang mit dem Smartphone über die Sprachnachrichtenfunktion von WhatsApp aufnehmen und an die Nummer +49 160 4424450 schicken. Der „Vogelphilipp“ hört sich jede einzelne Aufnahme genau an und gibt persönlich Bescheid, welcher Vogel singt. Oft gibt es sogar noch ein paar Zusatzinformationen über die Art und ihren Gesang als Dreingabe dazu.

Die häufigsten dreizehn Vogelstimmen kann man sich auf der Homepage des BN anhören. Das rhythmische Tschilpen von Haus- und Feldsperlingen lässt sich leicht aus den anderen Stimmen heraushören, auch das typische zizizidä, zizizidä der Blaumeise. Schwierig dagegen sind die verschiedenen Nachahmungen der Stare. Die Vogelstimmen zum Nachhören und weitere Infos zu den häufigsten Vögeln gibt es hier: www.bund-naturschutz.de/gefiederte-freunde

Im letzten April haben bei dem Projekt über 2000 Menschen mitgemacht und 4500 Vogelstimmen an die Vogelstimmenhotline gesandt. Darunter waren 89 unterschiedliche Vogelarten und auch seltene Arten wie Schwarzstorch, Wiedehopf oder Doppelschnepfe. Besonders häufig wurden gehört (in dieser Reihenfolge): Kohlmeise, Amsel, Buchfink, Mönchsgrasmücke und Kleiber.
Naturschutz beginnt vor der Haustüre.

Vögel in den Garten zu locken ist nicht schwer. Sie brauchen Nahrung, Wasser, Nistmöglichkeiten, Schutz und Deckung. Werden diese Grundbedürfnisse erfüllt, ist es ein Leichtes im eigenen Garten den Gesängen unserer gefiederten Freunde zu lauschen. Wer sich für eine naturnahe Gartengestaltung mit vielen Strukturen wie zum Beispiel beerentragende Gehölze, heimische Blühpflanzen oder auch Totholz entscheidet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Infos: www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/natuerlich-gaertnern

Dem Heimatsound lauschen: Dawn Chorus

Machen Sie auch mit beim Citizen Science Projekt Dawn Chorus im Mai, welches der BN unterstützt: Menschen aus aller Welt sind aufgerufen, an einem beliebigen Tag im Mai zwischen Morgendämmerung und Sonnenaufgang die Vogelstimmen vor der eigenen Haustür eine Minute lang mit der kostenlos verfügbaren Dawn Chorus – App aufzunehmen. Die Aufnahmen werden weltweit kartiert und ergänzen eine wissenschaftliche Datenbank zur Biodiversitätsforschung.

Mehr Informationen darüber finden Sie unter: www.dawn-chorus.org.


Öko-Tipp der Woche 8 "Frösche schützen"

Kaum ist der Frost vorüber, kriechen Frösche, Kröten und Unken (die Froschlurche), sowie Molche und Salamander (die Schwanzlurche) aus ihren Winterplätzen und steuern Wasserstellen an, um dort zu laichen. Doch auf dem Weg dorthin und später lauern viele Gefahren.

21.02.2022

Öko-Tipp der Woche 42 Igelschlafplätze im Garten schaffen!

Jedes Jahr im Herbst macht sich der Igel auf die Suche nach einem kuscheligen Plätz-chen für den Winterschlaf. Doch gerade junge Igel sind dann oftmals so mit der Fut-tersuche beschäftigt, dass sie die Quartiersuche vernachlässigen.

18.10.2021

Der BUND Naturschutz bittet um Unterstützung für die stachligen Untermieter. Helfen Sie mit  im Garten draußen einen gemütlichen Schlafplatz herzurichten.

Igel mögen es unordentlich. Damit sich unsere Stachelritter im Garten wohlfühlen, sollte dieser möglichst naturnahe Ecken besitzen. Lassen Sie herabgefallenes Laub liegen oder häufen Sie es zu Laub- und Reisighaufen zusammen. Gerne nutzen Igel auch Holz- und Steinhaufen mit Hohlräumen zum Schlafen. Außerdem lieben sie Blühflächen, dichte Hecken und Komposthaufen. Dort finden sie Nahrung und Verstecke gleichermaßen.

Hier einige einfache Vorschäge des BUND für einen Igelunterschlupf

Der Igelschlafplatz für den Winter sollte ab Anfang Oktober im Garten aufgestellt werden, da dann bereits die ersten Igel-Männchen in den Winterschlaf gehen.

Beim Bau sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Um den stachligen Tieren einen Winterschlafplatz zu schaffen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten:

1. Der Klassiker: Laubhaufen als Unterschlupf

Rechen Sie die Blätter im Garten zu einem Haufen zusammen. Im nächsten Schritt stabilisieren Sie den Laubhaufen mit Reisig, Stöcken, Steinen und Totholz, damit Schnee und Regen die Igel-Unterkunkft nicht zusammenfallen lassen oder der Wind die Blätter nicht wieder davonträgt. Und optisch sind Laub-, Holz- oder Steinhaufen im Garten ein echter Hingucker.

2. Erdmulde als Behausung

Heben Sie im Gartenboden, am besten neben einer dichten Hecke, eine Vertiefung aus und polstern Sie die Mulde mit Laub und Moos aus. Zum Schutz vor Wetter und Eindringlingen wird der Bau mit Reißig abgedeckt.

3. Unterschlupf in der heimischen Hecke

Dichte Hecken haben den Vorteil, dass sie vor Wind und Wetter wunderbar schützen. Lassen Sie deshalb das Laub darunter einfach liegen. Die Igel können sich dann selbst ein passendes Winterquartier bauen.

 4. Igelhaus aus Holz selbst bauen

Mit der Bauanleitung des BUND für ein Igelhaus aus Holz schaffen Sie Ihrem stacheligen Gartenbewohner ein warmes und sichereres Quartier für den Winter, in das er jedes Jahr gerne zurückkehrt.

Infos und Bauanleitung:  www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/igelhaus-bauen


Öko-Tipp der Woche 27 Igel wieder unterwegs - Mähroboter leider auch

Igel sind wieder unterwegs. Um satt zu werden, müssen die Stachelritter manchmal mehrere Kilometer zurücklegen. Dabei begegnen ihnen viele Gefahren. Eine davon kommt sehr leise daher: Mähroboter!

05.07.2021

Sie sind eine Gefahr für Kleintiere im Garten, verhindern die Entwicklung blühender Artenvielfalt und fördern den Ordnungswahn vieler Gartenbesitzer. Der BUND Naturschutz bittet deshalb um mehr Mut zur Wildnis: Je vielfältiger der Garten gestaltet ist und je mehr insektenfreundliche Pflanzen darin wachsen, umso wohler fühlt sich der Igel. Wer bereits einen Mähroboter besitzt, sollte die Geräte nur tagsüber arbeiten lassen und längere Zeitintervalle für den Einsatz wählen.

Sobald es dämmert, sind jetzt wieder unsere Igel unterwegs und gehen auf Nahrungssuche. Als Insektenfresser frisst er im Frühjahr und Spätherbst aber auch gerne Regenwürmer, am liebsten aber nachtaktive Laufkäfer – doch die werden immer weniger. „Manchmal müssen Igel weit laufen um satt zu werden. Da kommen pro Nacht schnell mal drei Kilometer und mehr zusammen“, erklärt Dagmar Förster vom BUND Naturschutz Aschaffenburg. Die unglaublich feine Igelnase findet jeden Leckerbissen. Durchqueren Igel einen von Robotern gepflegten Rasen oder gehen dort auf Beutefang, kann das gefährlich werden. „Igel sind keine Fluchttiere – sie harren sie aus und warten ab, oder rollen sich zusammen - doch auch diese Strategie hilft nur großen kräftigen Tieren, die von den Sensoren der Mäher erkannt werden“, sagt D. Förster. Kleinere Igel, Lurche und Reptilien werden nicht erkannt und deshalb überrollt, verletzt oder getötet. Auch, wenn viele Hersteller die Sicherheitsstandards ihrer Roboter-Modelle in den höchsten Tönen loben, bleiben die automatischen Mäher ein großes Risiko für unsere Wildtiere. Der BUND bittet deshalb alle Igelfreunde: Wer nicht auf den Mähroboter verzichten kann, sollte die Mähzeiten unbedingt auf den Tag verlegen und vorab gründlich kontrollieren, ob Tiere gefährdet sein könnten. Das gilt auch für den Einsatz anderer motorisierter Gartengeräte wie Fadenmäher oder Motorsensen in unübersichtlichen Ecken des Gartens.

Durch häufiges Mähen verschwinden Kräuter, Wildgräser oder Moose. Knospen werden weggemäht, bevor sie entstehen. Für viele kleine Lebewesen wie Bienen, Hummeln, Grillen oder Schmetterlinge bleibt der „Rasen“ eine grüne Wüste.

Haben Sie mehr Mut zur Wildnis!

Info: www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/tieren-helfen/igel


Öko-Tipp der Woche 19 Welttag des Zugvogels | Der Steinschmätzer: Leben im Extremen

Im Mai ist der Welttag des Zugvogels, den unser Nachbar, der BUND Hessen, dem Steinschmätzer widmet. Um den kleinen Singvogel steht es schlecht.

12.05.2021

Die Art ist heute „vom Aussterben bedroht“ und in Bayern gibt es nur noch gut 50 Brutpaare, in Hessen 20. Das Leben des kleinen und bei uns seltenen Singvogels findet zwischen Extremen statt. Kein anderer Kleinvogel legt einen so weiten Weg zwischen Sommer- und Winterquartier im tropischen Afrika zurück. Dabei legen die nur 25 Gramm schweren Zugvögel jedes Jahr Strecken zwischen 4.000 Kilometern nach Mitteleuropa und bis zu 30.000 Kilometern nach Alaska zurück. Das ist Weltrekord unter den Singvögeln. Der gut getarnte Vogel hat auch extreme Ansprüche an geeignete Brutgebiete: kurzrasige, oft mit Steinen, kleinen Felsen oder Mauern durchsetzte trockene Wiesen, die ein Angebot an Höhlen und Spalten zur Nestanlage sowie ausreichende Ansitzwarten aufweisen. Die hauptsächlichen Gefährdungs-ursachen sind in einer teilweise massiven Lebensraumveränderung und -zerstörung zu suchen, beklagt der BUND. Durch eine intensivere Nutzung der Kulturlandschaft, wie z. B. Umwandlung von Ödland, Veränderungen in der Grünlandwirtschaft, Aufforstung von Heide- und Moorflächen, Ausräumen von Kleinstrukturen (Büsche, Lesesteinhaufen, Natursteinmauern) und Flurbereinigung. Durch Biozideinsatz auch außerhalb von Kulturanbauflächen wie z. B. an Bahndämmen und Wegrändern. Verwaist sind deshalb die ehemaligen Vorkommen in der Untermainebene. Nur im  Naturschutzgebiet des ehemaligen Standortübungsplatz Aschaffenburg, das der BUND Naturschutz 2007 mit einem Unterschutzstellungantrag angestoßen hat, konnten sich Restbestände halten. Dort sind die Bodenbrüter auch vor freilaufenden Hunden und vor Störungen durch den Menschen geschützt. Mit der Erhaltung von Ödland- und Brachflächen mit Lesesteinhaufen, können wir alle zum Schutz des bedrohten Singvogels beitragen.


Öko-Tipp der Woche 15: Lebensgrundlage Wasser - ein Schatz braucht Schutz

Wasser ist Leben – doch vielerorts ist das Leben in Flüssen und Bächen und ihren

Auen infolge zahlreicher Belastungen stark zurückgegangen, bilanziert der BUND Naturschutz (BN).

12.04.2021

Wo sie renaturiert werden, kehrt das Leben zurück. Doch das passiert noch an viel zu wenigen Stellen und scheitert oft an fehlender Flächenverfügbarkeit. Flüsse brauchen einen Entwicklungskorridor und breite Auen, von denen nicht nur die Natur profitiert, sondern auch der Hochwasser- und Grundwasserschutz, das Klima, die Erholungsqualität und bei extensiver Nutzung auch die Landnutzer. Renaturierung muss einen höheren Wert bekommen und darf nicht an Einzelinteressen scheitern, damit sie endlich in die Fläche kommt. Der BN fordert deutlich mehr Anstrengungen im Wasserschutz auch in Bayern, denn 2021 werden zentrale Weichen für das Wasser gestellt. Heuer müssen zum dritten Mal sogenannte Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme zur Erfüllung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie aufgestellt werden. Gerade vor dem Hintergrund der massiven Auswirkungen der Klimakrise auf den Wasserhaushalt ist es dringend nötig, die Belastungen des Wassers und der Gewässer insbesondere durch zu hohe Düngeeinträge, Entwässerungen, zu hohe Wasserentnahmen, Begradigung und Aufstau sowie Flächenverluste deutlich zu reduzieren. Doch gerade in Bayern sind wir von einem guten Zustand und gesunden Gewässern noch weit entfernt kritisiert der BN. Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein unverzichtbares Gut und eine begrenzte Ressource, deren Wert es zunächst zu erkennen gilt, um es schätzen und schützen zu können.

Zentrale Forderungen des BUND Naturschutz zum Gewässerschutz:

 Vorsorge- und Verursacherprinzip durchsetzen

 Flüssen und Bächen mehr Raum geben - Dynamik zulassen

 Versiegelung stoppen - Rückbaumöglichkeiten prüfen

 Abbau von Querbauwerken und Uferversteinungen

 Wasser dezentral und naturverträglich in der Fläche halten

 Nähr- und Schadstoff- sowie Feinsedimentbelastungen reduzieren

 Wasserentnahmen reduzieren - Entwässerungen rückgängig machen

 Binnenschifffahrt den Flüssen anpassen

Viele Menschen tragen schon jetzt durch ein verantwortliches ökologisches Verhalten beim Einkauf, im Haushalt und Garten zum Gewässerschutz bei und benutzen des-halb nur umweltfreundliche Stoffe zur Reinigung, zum Spülen und Waschen, oder zur Renovierung. Verzichten im Garten auf Düngemittel und Pestizide. Geben Medikamente und Chemikalien ordnungsgemäß bei dafür vorgesehenen Sammel-stellen ab - denn ein Großteil davon gelangt sonst in das Abwasser und kann unsere Gesundheit gefährden.

Weitere Infos: www.bund.net/fluesse-gewaesser/wasserrahmenrichtlinie/


Öko-Tipp Nr. 14 Brut- & Setzzeit – Rücksicht auf Wildtiere nehmen

Wildtiere sollten während der Brut- und Setzzeit von März bis September nicht gestört werden. Deshalb: Hunde an die Leine nehmen und auf den Wegen bleiben – so werden die Jungtiere nicht gestört.

06.04.2021

Mit dem Beginn des Frühlings kündigt sich auch der Nachwuchs unserer heimischen Wildtiere an! Während der sogenannten Brut- und Setzzeit zwischen März und September reagieren sie besonders empfindlich auf Störungen. Wir Menschen können ohne großen Aufwand Rücksicht nehmen: Wer beim Spaziergang auf den befestigten Wegen bleibt und seinen Hund an die Leine nimmt, vermeidet es, junge Feldhasen, Rehkitze sowie bodenbrütende Vögel z.B. Ente, Rebhuhn, Kiebitz oder Feldlerche aufzuschrecken, und erspart ihnen eine Menge Stress. Manchmal kann so eine Begegnung sogar tödlich für die Jundtiere enden. Die Tiere befinden sich insbe-sondere auf Feldern, Wiesen und Grünflächen, aber auch im Unterholz im Wald.

Viele Kommunen haben deshalb während der Brut- und Setzzeit eine Leinenpflicht festgesetzt. Bei Missachtung drohen teilweise hohe Bußgelder.


Öko-Tipp der Woche 13: Hoffnung für den Osterhasen

Der Legende nach versteckt „Meister Lampe“ an Ostern die bunten Eier. Noch. Schwindende Lebensräume, Mangel an Kräutern und zunehmender Verkehr machen dem Feldhasen zu schaffen, warnt der BUND Naturschutz (BN).

30.03.2021

„Der Feldhase ist ein Kräuterspezialist. Doch die sind in der intensiven Landwirtschaft selten geworden.“, so Dagmar Förster, Kreisvorsitzende des BN Aschaffenburg. Mehr Blütenreichtum, weniger Pestizide, mehr Ökolandbau und Biotopverbund helfen auch Meister Lampe. Kritik übt der BN auch nach wie vor am hohen Flächenverbrauch im Landkreis, der die Lebensräume nicht nur des Feldhasen laufend einschränkt.

Der Feldhase ist eine Art der Agrarlandschaft und war früher ein „Allerweltstier“. Heute ist er wie viele andere Arten der Feldflur ein seltener Anblick geworden und steht in der sogenannten „Roten Liste“ der gefährdeten Arten. Er braucht artenreiche Kräuternahrung sowie Verstecke vor Fressfeinden und für die Jungenaufzucht. In der intensiv genutzten Agrarlandschaft ist beides selten geworden. Dazu kommen noch die Gefahren durch Straßen und zunehmenden Verkehr sowie generell abnehmender Lebensraum durch Siedlungen und Gewerbegebiete.

Der Feldhase ist bekannt als Kräuterspezialist. Margeriten, Wilde Möhre, Fenchel, Kamille, Rotschwingel, Klee und viele andere Kräuter stehen auf dem Speiseplan- Diese „Kräuter-Apotheke“ ist gerade im Frühjahr besonders wichtig, wenn die Hasenjungen fette und gesunde Milch brauchen. 

„Um einen weiteren Rückgang der Hasenbestände zu vermeiden, brauchen wir den Erhalt und die Aufwertung der Landschaft mit blütenreichen Wiesen, Rainen, Säumen, Versteckmöglichkeiten wie alten Heckenbeständen und Brachflächen sowie einen Biotopverbund zur Vernetzung der Lebensräume“, fordert Dagmar Förster. Das heißt Aufbau und Verbesserung dieser „grünen Infrastruktur“ und Verminderung der negativen Wirkung der „grauen Infrastruktur“ wie Zerschneidung der Lebensräume durch Straßen und Ausbau des landwirtschaftlichen Kernwegenetzes. Davon würden auch viele andere Arten der Agrarlandschaft wie Goldammer, Kiebitz, Grasfrosch oder viele Insektenarten profitieren.

Meister Lampe profitiert auch vom ökologischen Landbau. Dieser verzichtet auf Mineraldünger und chemische Spritzmittel, baut viele verschiedene Kulturen an und sieht Wildkräuter nicht nur als Unkraut an. Deshalb kann jeder durch den Kauf von Bio-Lebensmitteln dem „Hasen in Not“ helfen.

Der Feldhase ist ein Tier mit beeindruckenden Fähigkeiten: Er ist ein Meister der Tarnung mit hervorragendem Gehör. Durch seine langen, kräftigen Hinterbeine ist der Feldhase sehr flink: Auf der Flucht erreicht er Geschwindigkeiten von etwa 50 km/h, kurzzeitig sogar bis zu 70 km/h – das ist schneller als ein Rennpferd im Galopp! Dabei schlägt er 90-Grad-Haken und kann bis zu drei Meter hoch und sieben Meter weit springen. Um die Damen zu beeindrucken, liefern sich die männlichen Hasen in der Paarungszeit spektakuläre Boxkämpfe und Wettrennen. Übrigens: Vom Wildkaninchen kann man den Feldhasen durch seine deutlich größeren Ohren unterscheiden.


Ökotipp Nr.8 - 2021: Amphibien wandern – Vorsicht auf den Straßen!

Bald schon sind die Kröten, Frösche und Molche wieder auf Achse. Die ersten Amphibien – überwiegend Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche – erwachen mit Beginn der milden Witterung aus ihrer Winterstarre und machen sich auf den Weg zu den Laichgewässern um dort ihre Eier abzulegen. Sie suchen jedes Jahr wieder jene Gewässer auf, in denen sie sich selbst von der Kaulquappe zum Frosch, Molch oder zur Kröte gewandelt haben, so der BUND Naturschutz (BN).

24.02.2021

Besonders in Nächten mit leichtem Regen – die Temperaturen sollten in den Abendstunden über 5°C und nachts über dem Gefrierpunkt liegen – machen sich die Tiere auf den Weg. Dabei legen sie über mehrere Tage verteilt Strecken von bis zu 2 km zurück. Eine gefahrvolle Reise, denn sie müssen auf ihrer Wanderung einige Straßen überqueren und kommen dabei leicht buchstäblich unter die Räder. Für den Amphibienbestand sind diese Verluste erheblich. An manchen Orten sterben bis zu 70 % der Tiere bei der Überquerung einer einzigen Straße. 

Zum Schutz der Tiere wird die Untere Naturschutzbehörde gemeinsam mit der Straßenmeisterei und ehrenamtlichen Helfern der Naturschutzverbände Krötenschutzzäune aufbauen. Entlang der Schutzzäune werden Eimer im Boden eingegraben, um die Tiere aufzufangen. Im Zeitraum der Krötenwanderung werden die Eimer täglich geleert, die geretteten Tiere gezählt und über die Straße gesetzt. Die Amphibienwanderung kann sich je nach Wetterlage bis Mitte April hinziehen.

Der BUND bittet Sie, liebe Autofahrer, fahren Sie während dieser Zeit auf den entsprechenden Strecken vorsichtig und langsam, um die Tiere zu schützen und die Helfer am Straßenrand nicht zu gefährden. Vielen Dank!

Langfristig kämpft der BUND für den Erhalt wertvoller Amphibienbiotope. Amphibienschutz bedeutet vor allem strukturreiche Landschaften und Feuchtgebiete als Lebensraum für sie zu bewahren oder wiederherzustellen und ihre Wege dorthin abzusichern. Viele Naturfreunde gestalten deshalb ihren Garten entsprechend um. Sie pflanzen heimische Stauden, Gehölze und Wildblumenwiesen als Nahrungsgrundlage an, verwenden keine Spritzmittel, legen Kompost- und Totholzhaufen als Verstecke, sowie Tümpel, Gräben und Gartenteiche als Laichplätze an.

Weitere Infos: www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/amphibien

 und www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/amphibien/amphibienschutz-in-bayern/amphibienwanderung

 


Öko-Tipp der Woche 5 – 2021: Jetzt Nistkästen für Vögel und Schlafmäuse bauen!

Schon jetzt sollte man an die Kinderstuben der heimischen Tiere denken, empfiehlt der BUND Naturschutz. Nicht nur viele Vogelarten, sondern auch Schlafmäuse wie der gefährdete Gartenschläfer und der Siebenschläfer sind auf geschützte Orte wie Nistkästen für ihren Nachwuchs angewiesen.

01.02.2021

Ältere Bäume mit Baumhöhlen oder dichte Hecken von Schlehen, Brombeeren oder Wildrosen bieten optimale Nistplätze, so der BUND. Doch wenn diese Bäume noch zu klein sind oder ein Anpflanzen nicht möglich ist, kann man jetzt Nistkästen selbst bauen oder kaufen.

Je nach Vogelart gibt es verschiedene Nistkastenformen und Größen der Einfluglöcher. Der BUND empfiehlt, nicht nur die typischen Meisenkästen zu wählen, sondern auch speziellere Nisthilfen für andere Vogelarten – oder auch für Gartenschläfer. Bei Schlafmaus-Nistkästen befindet sich das Einstiegsloch auf der  dem Baum zugewandten Rückseite. So können die kleinen Bewohner am Baumstamm in die Kästen hineinklettern. Besonders für Arten wie den Gartenrotschwanz oder den gefährdeten Gartenschläfer sind Nistkästen eine gute Unterstützung. So kann man einen kleinen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt leisten.

Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen einfach selbst bauen. Dafür bietet der BUND verschiedene Bauanleitungen auf seiner Website. Alternativ können sie in Baumärkten oder dem BUND-Laden erworben werden.

Beim Anbringen der Nisthilfe und weiterer Gartenarbeit empfiehlt der BUND bis zum März zu warten um überwinternde Tiere nicht zu stören. Die Kästen sollten dann vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und nach Osten oder Südosten angebracht werden. Sie sollten außerdem möglichst sicher vor Katzen, Mardern und Eichhörnchen hängen. Je nach Art des Nistkastens sollte er in mindestens zwei Metern Höhe angebracht werden.

Bauanleitungen für Schlafmauskasten: www.bund.net/gartenschlaefer/nistkasten

Vogelnistkasten: www.bund-rvso.de/nistkasten-meise-hoehlenbrueter.html





Eichhörnchen schützen und erforschen

Kaum ein heimisches Wildtier ist so beliebt wie das Eichhörnchen. Sie sind schwindelfreie Kletterer, fleißige Nusssammler und zudem äußerst anpassungsfähig. Durch ihre geringe Scheu vor dem Menschen und ihre Vorliebe für den urbanen Raum sind die possierlichen Nager in den letzten Jahren zum Symboltier für die Natur in unseren Städten geworden und zählen zu den bekanntesten Tieren unserer Heimat.

23.06.2020

Als Kulturfolger bevorzugen sie die günstigen Lebensraumbedingungen der besiedelten Kulturlandschaft und profitieren von alten Baumschätzen. Doch trotz seines Bekanntheitsgrades und seiner Nähe zum Menschen weiß man erstaunlich wenig über die beliebten Tiere. Das will der BUND Naturschutz (BN) ändern, mit Ihrer Hilfe: Werden Sie Eichhörnchen-Forscher und melden Sie uns, wann und wo Sie ein Eichhörnchen gesehen haben – schnell und einfach mit unserer App "Eichhörnchen in Bayern"!

Info: www.bund-naturschutz.de/aktionen/eichhoernchen-beobachten-und-melden.html

Je mehr wir darüber wissen, umso besser können wir sie und ihre Lebensräume schützen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Gemeinsam mit Ihnen wollen wir mehr über die kleinen Hörnchen herausfinden.

Ein Eichhörnchen braucht alte Bäume, die ihm ausreichend Nahrung, Schlafplatz und genügend Grundlage zur Aufzucht der Jungen bieten. Hierbei spielen alte Bäume eine entscheidende Rolle, denn Samen, die Hauptnahrungsquelle der Nager, produzieren die grünen Riesen erst nach einer gewissen Lebenszeit. Bei Nadelbäumen dauert dies ca. 20 Jahre, während Buchen beispielsweise erst mit 80 Jahren beginnen ausreichend Samen auszubilden.

Generell gilt das Eichhörnchen laut der Roten Liste als ungefährdet, aber über den stark schwankenden Bestand wissen wir eigentlich noch gar nicht so viel.

Bedrohung und Schutz

Eine besondere Bedrohung für das Eichhörnchen stellt der Verlust alter Baumbe-stände und der Rückgang an naturnahen Mischwäldern dar. 

Auch der Weg über die Straße wird vielen Eichhörnchen zum Verhängnis.

Eine häufige Todesursache von Eichhörnchen ist das Ertrinken in Regentonnen. Mit Hilfe einer guten Abdeckung sowie einer Ausstiegsmöglichkeit kann derartigen Unfällen vorgebeugt werden.

Die natürlichste Möglichkeit ein Eichhörnchen mit ausreichend Nahrung zu versorgen, ist das Anbauen nuss- und fruchttragender Gehölze. Geeignete Futterpflanzen sind neben Haselnussstrauch und Walnussbaum auch Buchen, Kastanien und verschiedene Obstbäume.

In naturnahen Gärten gibt es Nistmaterialien wie Laub, Baumnadeln und Geäst, die die Tiere benötigen um sich einen Unterschlupf zu bauen.

Weitere Infos: www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/eichhoernchen.html



Eine Zukunft für Insekten

Auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie brauchen Wildbienen, Schmetterlinge und Co. unsere Hilfe. Eine Welt ohne Insekten? Undenkbar! Ihr natürlicher Wert ist gar nicht hoch genug zu schätzen. Tiere, Pflanzen und wir Men-schen sind auf Insekten angewiesen. Deshalb müssen wir sie schützen!

19.05.2020

Das Schwirren, Summen und Brummen aus Büschen, Bäumen und Wiesen verschwindet immer mehr. Die vielen Tausend Insektenarten in Deutschland haben unseren Alltag schon immer begleitet – auf dem Land, aber auch mitten in der Stadt. Doch überall fällt auf – die Insekten und Vögel verschwinden. Das Insektensterben in Deutschland ist dramatisch. Die Politik muss endlich gegensteuern. Aber auch viele Menschen möchten etwas für den Naturschutz tun und beginnen damit vor ihrer eigenen Haustür, im Garten. Sie legen ihn naturnah an mit Wildblumen und Elementen wie Tümpeln, Vogelschutzhecken, Trockenmauern oder Reisighaufen.
So schaffen sie Schlupfwinkel, Nistplätze, Nahrungsquellen und Jagdreviere für eine Vielfalt heimischer Kleintiere, Insekten und Vögel, die Nützlinge für den Obst- und Gemüsegarten sind.
Fruchtstände von Zier- und Nutzpflanzen lässt man nach dem Verblühen stehen. Sie dienen als Nahrungsquelle für Vögel im Winter oder als Behausung für Wildbienen.

Zum „Weltbienentag“ am 20. Mai bitten wir Sie über die Sozialen Medien Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative "Bienen, Bauern und Bäuerinnen retten!" zu sammeln. Info: www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/tiere/insekten/

Zum Tag der „Biologischen Vielfalt“ am 22. Mai können sich Natur- und Handarbeitsfreunde gerne an der Aktion beteiligen: #HäkelnFürDieArtenvielfalt.

 


"Europ. Volksbegehren „Bienen und Bauern retten“

Das Insektensterben ist in vollem Gange. Die Folgen für das Ökosystem sind dramatisch und auch für uns Menschen gefährlich. Deshalb müssen wir das Insektensterben stoppen und die bäuerliche Landwirtschaft retten – europaweit. Nach dem erfolgreichen bayerischen Volksbegehren "Rettet die Bienen" wurde inzwischen auch ein europäisches Volksbegehren "Bienen und Bauern retten - Save Bees And Farmers" auf den Weg gebracht. Über eine Million Unterschriften aus mindestens 7 europäischen Staaten müssen bis September 2020 zusammenkommen, dann muss sich die Kommission damit auseinandersetzen und es behandeln. Machen Sie mit, unterschreiben Sie jetzt bei der Europäischen Bürgerinitiative!

11.05.2020

Infos und online eintragen unter: https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/bienen-und-bauern-retten.html

Die Europäische Bürgerinitiative „ Bienen und Bauern retten“ wurde von Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft und Imkerei gestartet. Dazu gehören die europäischen Netzwerke:

Friends of the Earth Europe,

GLOBAL 2000 in Österreich,

die französische Umweltorganisation Générations Futures,

das Umweltinstitut München

und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND).

Inzwischen hat das Bündnis über 90 weitere europäische Akteure.

Die Landwirtschaft in Europa befindet sich in der Sackgasse. Eine Agrarpolitik, die einseitig auf Ertragssteigerung setzt, hat das Ökosystem an den Rand des Kollaps geführt. Täglich schwindet die biologische Vielfalt, die unserem Ernährungssystem zugrunde liegt. Die Zukunft unserer Lebensmittelversorgung, unsere Gesundheit und unsere Umwelt sind ernsthaft gefährdet. Die Folgen für die Natur sind verheerend:

Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten verschwinden aus unserer Kulturlandschaft, der Gesang einstmals weit verbreiteter Vogelarten verstummt. Bäche und Flüsse werden verschmutzt und Verbraucher sehen sich täglich über ihre Nahrungsmittel einem Cocktail aus chemischen Pestiziden ausgesetzt.

Mit unserer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) fordern wir einen EU-weiten Ausstieg aus der Anwendung chemisch-synthetischer Pestizide. Außerdem fordern wir Unterstützung für die BäuerInnen bei der Umstellung auf eine gesunde, kleinbäuerliche Landwirtschaft, die zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt.

Helfen Sie mit, die Agrarwende in Europa voranzutreiben und unterschreiben Sie jetzt!