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Ortsgruppe Aschaffenburg

Veranstaltungen der Ortsgruppe Aschaffenburg


Öko-Tipp der Woche 19 Welttag des Zugvogels | Der Steinschmätzer: Leben im Extremen

Im Mai ist der Welttag des Zugvogels, den unser Nachbar, der BUND Hessen, dem Steinschmätzer widmet. Um den kleinen Singvogel steht es schlecht.

12.05.2021

Die Art ist heute „vom Aussterben bedroht“ und in Bayern gibt es nur noch gut 50 Brutpaare, in Hessen 20. Das Leben des kleinen und bei uns seltenen Singvogels findet zwischen Extremen statt. Kein anderer Kleinvogel legt einen so weiten Weg zwischen Sommer- und Winterquartier im tropischen Afrika zurück. Dabei legen die nur 25 Gramm schweren Zugvögel jedes Jahr Strecken zwischen 4.000 Kilometern nach Mitteleuropa und bis zu 30.000 Kilometern nach Alaska zurück. Das ist Weltrekord unter den Singvögeln. Der gut getarnte Vogel hat auch extreme Ansprüche an geeignete Brutgebiete: kurzrasige, oft mit Steinen, kleinen Felsen oder Mauern durchsetzte trockene Wiesen, die ein Angebot an Höhlen und Spalten zur Nestanlage sowie ausreichende Ansitzwarten aufweisen. Die hauptsächlichen Gefährdungs-ursachen sind in einer teilweise massiven Lebensraumveränderung und -zerstörung zu suchen, beklagt der BUND. Durch eine intensivere Nutzung der Kulturlandschaft, wie z. B. Umwandlung von Ödland, Veränderungen in der Grünlandwirtschaft, Aufforstung von Heide- und Moorflächen, Ausräumen von Kleinstrukturen (Büsche, Lesesteinhaufen, Natursteinmauern) und Flurbereinigung. Durch Biozideinsatz auch außerhalb von Kulturanbauflächen wie z. B. an Bahndämmen und Wegrändern. Verwaist sind deshalb die ehemaligen Vorkommen in der Untermainebene. Nur im  Naturschutzgebiet des ehemaligen Standortübungsplatz Aschaffenburg, das der BUND Naturschutz 2007 mit einem Unterschutzstellungantrag angestoßen hat, konnten sich Restbestände halten. Dort sind die Bodenbrüter auch vor freilaufenden Hunden und vor Störungen durch den Menschen geschützt. Mit der Erhaltung von Ödland- und Brachflächen mit Lesesteinhaufen, können wir alle zum Schutz des bedrohten Singvogels beitragen.


Öko-Tipp der Woche 15: Lebensgrundlage Wasser - ein Schatz braucht Schutz

Wasser ist Leben – doch vielerorts ist das Leben in Flüssen und Bächen und ihren

Auen infolge zahlreicher Belastungen stark zurückgegangen, bilanziert der BUND Naturschutz (BN).

12.04.2021

Wo sie renaturiert werden, kehrt das Leben zurück. Doch das passiert noch an viel zu wenigen Stellen und scheitert oft an fehlender Flächenverfügbarkeit. Flüsse brauchen einen Entwicklungskorridor und breite Auen, von denen nicht nur die Natur profitiert, sondern auch der Hochwasser- und Grundwasserschutz, das Klima, die Erholungsqualität und bei extensiver Nutzung auch die Landnutzer. Renaturierung muss einen höheren Wert bekommen und darf nicht an Einzelinteressen scheitern, damit sie endlich in die Fläche kommt. Der BN fordert deutlich mehr Anstrengungen im Wasserschutz auch in Bayern, denn 2021 werden zentrale Weichen für das Wasser gestellt. Heuer müssen zum dritten Mal sogenannte Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme zur Erfüllung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie aufgestellt werden. Gerade vor dem Hintergrund der massiven Auswirkungen der Klimakrise auf den Wasserhaushalt ist es dringend nötig, die Belastungen des Wassers und der Gewässer insbesondere durch zu hohe Düngeeinträge, Entwässerungen, zu hohe Wasserentnahmen, Begradigung und Aufstau sowie Flächenverluste deutlich zu reduzieren. Doch gerade in Bayern sind wir von einem guten Zustand und gesunden Gewässern noch weit entfernt kritisiert der BN. Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein unverzichtbares Gut und eine begrenzte Ressource, deren Wert es zunächst zu erkennen gilt, um es schätzen und schützen zu können.

Zentrale Forderungen des BUND Naturschutz zum Gewässerschutz:

 Vorsorge- und Verursacherprinzip durchsetzen

 Flüssen und Bächen mehr Raum geben - Dynamik zulassen

 Versiegelung stoppen - Rückbaumöglichkeiten prüfen

 Abbau von Querbauwerken und Uferversteinungen

 Wasser dezentral und naturverträglich in der Fläche halten

 Nähr- und Schadstoff- sowie Feinsedimentbelastungen reduzieren

 Wasserentnahmen reduzieren - Entwässerungen rückgängig machen

 Binnenschifffahrt den Flüssen anpassen

Viele Menschen tragen schon jetzt durch ein verantwortliches ökologisches Verhalten beim Einkauf, im Haushalt und Garten zum Gewässerschutz bei und benutzen des-halb nur umweltfreundliche Stoffe zur Reinigung, zum Spülen und Waschen, oder zur Renovierung. Verzichten im Garten auf Düngemittel und Pestizide. Geben Medikamente und Chemikalien ordnungsgemäß bei dafür vorgesehenen Sammel-stellen ab - denn ein Großteil davon gelangt sonst in das Abwasser und kann unsere Gesundheit gefährden.

Weitere Infos: www.bund.net/fluesse-gewaesser/wasserrahmenrichtlinie/


Öko-Tipp Nr. 14 Brut- & Setzzeit – Rücksicht auf Wildtiere nehmen

Wildtiere sollten während der Brut- und Setzzeit von März bis September nicht gestört werden. Deshalb: Hunde an die Leine nehmen und auf den Wegen bleiben – so werden die Jungtiere nicht gestört.

06.04.2021

Mit dem Beginn des Frühlings kündigt sich auch der Nachwuchs unserer heimischen Wildtiere an! Während der sogenannten Brut- und Setzzeit zwischen März und September reagieren sie besonders empfindlich auf Störungen. Wir Menschen können ohne großen Aufwand Rücksicht nehmen: Wer beim Spaziergang auf den befestigten Wegen bleibt und seinen Hund an die Leine nimmt, vermeidet es, junge Feldhasen, Rehkitze sowie bodenbrütende Vögel z.B. Ente, Rebhuhn, Kiebitz oder Feldlerche aufzuschrecken, und erspart ihnen eine Menge Stress. Manchmal kann so eine Begegnung sogar tödlich für die Jundtiere enden. Die Tiere befinden sich insbe-sondere auf Feldern, Wiesen und Grünflächen, aber auch im Unterholz im Wald.

Viele Kommunen haben deshalb während der Brut- und Setzzeit eine Leinenpflicht festgesetzt. Bei Missachtung drohen teilweise hohe Bußgelder.


Öko-Tipp der Woche 13: Hoffnung für den Osterhasen

Der Legende nach versteckt „Meister Lampe“ an Ostern die bunten Eier. Noch. Schwindende Lebensräume, Mangel an Kräutern und zunehmender Verkehr machen dem Feldhasen zu schaffen, warnt der BUND Naturschutz (BN).

30.03.2021

„Der Feldhase ist ein Kräuterspezialist. Doch die sind in der intensiven Landwirtschaft selten geworden.“, so Dagmar Förster, Kreisvorsitzende des BN Aschaffenburg. Mehr Blütenreichtum, weniger Pestizide, mehr Ökolandbau und Biotopverbund helfen auch Meister Lampe. Kritik übt der BN auch nach wie vor am hohen Flächenverbrauch im Landkreis, der die Lebensräume nicht nur des Feldhasen laufend einschränkt.

Der Feldhase ist eine Art der Agrarlandschaft und war früher ein „Allerweltstier“. Heute ist er wie viele andere Arten der Feldflur ein seltener Anblick geworden und steht in der sogenannten „Roten Liste“ der gefährdeten Arten. Er braucht artenreiche Kräuternahrung sowie Verstecke vor Fressfeinden und für die Jungenaufzucht. In der intensiv genutzten Agrarlandschaft ist beides selten geworden. Dazu kommen noch die Gefahren durch Straßen und zunehmenden Verkehr sowie generell abnehmender Lebensraum durch Siedlungen und Gewerbegebiete.

Der Feldhase ist bekannt als Kräuterspezialist. Margeriten, Wilde Möhre, Fenchel, Kamille, Rotschwingel, Klee und viele andere Kräuter stehen auf dem Speiseplan- Diese „Kräuter-Apotheke“ ist gerade im Frühjahr besonders wichtig, wenn die Hasenjungen fette und gesunde Milch brauchen. 

„Um einen weiteren Rückgang der Hasenbestände zu vermeiden, brauchen wir den Erhalt und die Aufwertung der Landschaft mit blütenreichen Wiesen, Rainen, Säumen, Versteckmöglichkeiten wie alten Heckenbeständen und Brachflächen sowie einen Biotopverbund zur Vernetzung der Lebensräume“, fordert Dagmar Förster. Das heißt Aufbau und Verbesserung dieser „grünen Infrastruktur“ und Verminderung der negativen Wirkung der „grauen Infrastruktur“ wie Zerschneidung der Lebensräume durch Straßen und Ausbau des landwirtschaftlichen Kernwegenetzes. Davon würden auch viele andere Arten der Agrarlandschaft wie Goldammer, Kiebitz, Grasfrosch oder viele Insektenarten profitieren.

Meister Lampe profitiert auch vom ökologischen Landbau. Dieser verzichtet auf Mineraldünger und chemische Spritzmittel, baut viele verschiedene Kulturen an und sieht Wildkräuter nicht nur als Unkraut an. Deshalb kann jeder durch den Kauf von Bio-Lebensmitteln dem „Hasen in Not“ helfen.

Der Feldhase ist ein Tier mit beeindruckenden Fähigkeiten: Er ist ein Meister der Tarnung mit hervorragendem Gehör. Durch seine langen, kräftigen Hinterbeine ist der Feldhase sehr flink: Auf der Flucht erreicht er Geschwindigkeiten von etwa 50 km/h, kurzzeitig sogar bis zu 70 km/h – das ist schneller als ein Rennpferd im Galopp! Dabei schlägt er 90-Grad-Haken und kann bis zu drei Meter hoch und sieben Meter weit springen. Um die Damen zu beeindrucken, liefern sich die männlichen Hasen in der Paarungszeit spektakuläre Boxkämpfe und Wettrennen. Übrigens: Vom Wildkaninchen kann man den Feldhasen durch seine deutlich größeren Ohren unterscheiden.


Ökotipp Nr.8 - 2021: Amphibien wandern – Vorsicht auf den Straßen!

Bald schon sind die Kröten, Frösche und Molche wieder auf Achse. Die ersten Amphibien – überwiegend Grasfrösche, Erdkröten und Bergmolche – erwachen mit Beginn der milden Witterung aus ihrer Winterstarre und machen sich auf den Weg zu den Laichgewässern um dort ihre Eier abzulegen. Sie suchen jedes Jahr wieder jene Gewässer auf, in denen sie sich selbst von der Kaulquappe zum Frosch, Molch oder zur Kröte gewandelt haben, so der BUND Naturschutz (BN).

24.02.2021

Besonders in Nächten mit leichtem Regen – die Temperaturen sollten in den Abendstunden über 5°C und nachts über dem Gefrierpunkt liegen – machen sich die Tiere auf den Weg. Dabei legen sie über mehrere Tage verteilt Strecken von bis zu 2 km zurück. Eine gefahrvolle Reise, denn sie müssen auf ihrer Wanderung einige Straßen überqueren und kommen dabei leicht buchstäblich unter die Räder. Für den Amphibienbestand sind diese Verluste erheblich. An manchen Orten sterben bis zu 70 % der Tiere bei der Überquerung einer einzigen Straße. 

Zum Schutz der Tiere wird die Untere Naturschutzbehörde gemeinsam mit der Straßenmeisterei und ehrenamtlichen Helfern der Naturschutzverbände Krötenschutzzäune aufbauen. Entlang der Schutzzäune werden Eimer im Boden eingegraben, um die Tiere aufzufangen. Im Zeitraum der Krötenwanderung werden die Eimer täglich geleert, die geretteten Tiere gezählt und über die Straße gesetzt. Die Amphibienwanderung kann sich je nach Wetterlage bis Mitte April hinziehen.

Der BUND bittet Sie, liebe Autofahrer, fahren Sie während dieser Zeit auf den entsprechenden Strecken vorsichtig und langsam, um die Tiere zu schützen und die Helfer am Straßenrand nicht zu gefährden. Vielen Dank!

Langfristig kämpft der BUND für den Erhalt wertvoller Amphibienbiotope. Amphibienschutz bedeutet vor allem strukturreiche Landschaften und Feuchtgebiete als Lebensraum für sie zu bewahren oder wiederherzustellen und ihre Wege dorthin abzusichern. Viele Naturfreunde gestalten deshalb ihren Garten entsprechend um. Sie pflanzen heimische Stauden, Gehölze und Wildblumenwiesen als Nahrungsgrundlage an, verwenden keine Spritzmittel, legen Kompost- und Totholzhaufen als Verstecke, sowie Tümpel, Gräben und Gartenteiche als Laichplätze an.

Weitere Infos: www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/amphibien

 und www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/amphibien/amphibienschutz-in-bayern/amphibienwanderung

 


Öko-Tipp der Woche 5 – 2021: Jetzt Nistkästen für Vögel und Schlafmäuse bauen!

Schon jetzt sollte man an die Kinderstuben der heimischen Tiere denken, empfiehlt der BUND Naturschutz. Nicht nur viele Vogelarten, sondern auch Schlafmäuse wie der gefährdete Gartenschläfer und der Siebenschläfer sind auf geschützte Orte wie Nistkästen für ihren Nachwuchs angewiesen.

01.02.2021

Ältere Bäume mit Baumhöhlen oder dichte Hecken von Schlehen, Brombeeren oder Wildrosen bieten optimale Nistplätze, so der BUND. Doch wenn diese Bäume noch zu klein sind oder ein Anpflanzen nicht möglich ist, kann man jetzt Nistkästen selbst bauen oder kaufen.

Je nach Vogelart gibt es verschiedene Nistkastenformen und Größen der Einfluglöcher. Der BUND empfiehlt, nicht nur die typischen Meisenkästen zu wählen, sondern auch speziellere Nisthilfen für andere Vogelarten – oder auch für Gartenschläfer. Bei Schlafmaus-Nistkästen befindet sich das Einstiegsloch auf der  dem Baum zugewandten Rückseite. So können die kleinen Bewohner am Baumstamm in die Kästen hineinklettern. Besonders für Arten wie den Gartenrotschwanz oder den gefährdeten Gartenschläfer sind Nistkästen eine gute Unterstützung. So kann man einen kleinen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt leisten.

Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen einfach selbst bauen. Dafür bietet der BUND verschiedene Bauanleitungen auf seiner Website. Alternativ können sie in Baumärkten oder dem BUND-Laden erworben werden.

Beim Anbringen der Nisthilfe und weiterer Gartenarbeit empfiehlt der BUND bis zum März zu warten um überwinternde Tiere nicht zu stören. Die Kästen sollten dann vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und nach Osten oder Südosten angebracht werden. Sie sollten außerdem möglichst sicher vor Katzen, Mardern und Eichhörnchen hängen. Je nach Art des Nistkastens sollte er in mindestens zwei Metern Höhe angebracht werden.

Bauanleitungen für Schlafmauskasten: www.bund.net/gartenschlaefer/nistkasten

Vogelnistkasten: www.bund-rvso.de/nistkasten-meise-hoehlenbrueter.html


Öko-Tipp der Woche 46 – 2020 Lebensraum Garten statt Schottergärten

...oder das Grauen hinterm Gartenzaun.

Aus dem Wunsch nach einem pflegeleichten Garten entstehen derzeit vermehrt „Schottergärten“. Vorgärten und ganze Gartenbereiche werden mit Folie oder Vlies abgedeckt, worauf Kies, Steine, Splitt oder Schotter verteilt werden.

 

10.11.2020

Für Tiere und Pflanzen ist ein Schottergarten in etwa so attraktiv wie der asphaltierte Parkplatz vor dem Aldi. Diese Steinwüsten schaden der Natur und dem Stadtklima. Im Sommer speichern sie die Sonnenwärme und tragen so zur Überhitzung der Städte bei, anstatt als grüne Lunge die Folgen des Klimawandels abzumildern und temperaturausgleichend zu wirken. Die erzeugte Wirkung ist leblos, steril, spannungsarm und kalt. Es wird weniger Staub gebunden und Lärm gedämpft. Und stürzt ein heftiger Gewitterregen vom Himmel, steigt die Überschwemmungsgefahr, denn der mit Folie verschlossene Boden kann das Wasser nicht aufnehmen. Ein Schottergarten ist nicht zum Aufenthalt von Menschen gemacht, zeigt keinerlei Willkommenskultur und verändert sich nicht im Jahresverlauf. Er ist ökologisch wertlos und wenig nachhaltig. Kein Baum, kein Strauch, keine Blüte und auch kein Insekt und kein Vogel: Wo sich Schottergärten breitmachen, klaffen plötzlich Löcher im Netz der Naturflächen, die Tiere und Pflanzen für ihre Existenz brauchen. Manche bezeichnen sie etwas provokant als Gärten des Grauens.
Und auch die Hoffnung auf Arbeitserleichterung erfüllt sich nicht, im Gegenteil. Schotterflächen verursachen einen hohen Pflegeaufwand. Organisches Material wie Pollen, Blüten, Samen und Blätter fallen zwischen die Steine und verrotten. Es bildet sich eine Humusschicht und erste Wildkräuter keimen. Algen, Moose und Flechten siedeln sich an. Eine Verfärbung tritt ein. Der Garten wird unansehnlich. Ein notwendiges Reinigen und Jäten birgt Probleme, da es sehr mühsam ist, jedes Wildkraut zwischen den einzelnen Steinen zu entfernen. Der BUND Naturschutz (BN) hat ermittelt, dass ein naturnah angelegtes Garten-paradies wesentlich mehr Nutzen und Freude bringt als ein „Schottergarten“. Für viele Menschen bietet ein naturnaher Garten Lebensraum, Erholung, Naturerfahrung, Aufenthaltsqualität und Raum für körperliche Aktivität und mentale Entspannung, so der BN. Urbanes Grün ist prägendes Element unserer Städte und Gemeinden. Es übernimmt vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen und leistet insgesamt einen zentralen Beitrag zur Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität. Auch unsere Kommunalbehörden sind aufgerufen zu reagieren. Schottergärten sind nämlich sowieso lt. Bayerischer Bauordnung verboten!
Siehe dazu: schwandorf.bund-naturschutz.de/brennpunkte/alptraum-schottergarten
aschaffenburg.bund-naturschutz.de

Öko-Tipp der Woche 43 – 2020 Ökologische Grabpflege

Friedhöfe verbessern das Stadtklima und bieten Rückzugsräume für viele Pflanzen- und Tierarten. Deshalb sollten bei der Bepflanzung von Gräbern nur heimische Sorten eingesetzt werden.

21.10.2020

Die früher in erster Linie für die Grabbepflanzung verwendeten Pflanzen mit Symbolcharakter  sowie  Heilpflanzen  sind  heute  weitgehend  in  Vergessenheit  geraten. Für Töpfe, Gestecke und anderes Schmuckwerk wird viel zu oft Plastik verwendet, in den hinteren Ecken von Friedhöfen befinden sich dann wahre „Sondermülldeponien“. Plastik gehört nicht auf den Friedhof. Der BUND Naturschutz (BN) empfiehlt beim Blumenhändler nach kompostierbaren Materialien zu fragen.

Auch bei herkömmlichen Grabkerzen bleibt nach Abbrennen der Kerze der Kunststoffbehälter als Abfall zurück. Als Alternative gibt es im Handel und in einigen Friedhöfen nachfüllbare Kerzen.

Auch der vielfach auf Gräbern ausgebrachte Torf hat erhebliche ökologische Nachteile. Er versauert den Boden, sein Abbau vernichtet die letzten Moore und schädigt so die Artenvielfalt. Leider bestehen herkömmliche Grab- und Blumenerden im Handel zu einem erheblichen Anteil aus Torf. Aber in allen Gärtnereien und Gartenmärkten sind inzwischen torffreie Produkte erhältlich.

Eine Gefahr für die ökologische Bedeutung der Friedhöfe stellen grababdeckende Steinplatten und das Belegen der Grabstätten mit Kies dar. Ihre Ausbreitung würde nicht nur bedeuten, dass die Leistungsfähigkeit der Friedhöfe für die Verbesserung von Klima, Luft, Boden und Wasser verringert und der Lebensraum für Pflanzen und Tiere eingeschränkt wird, sie verwandeln darüber hinaus den Friedhof in eine kalte und triste Totenstätte. Auf das Ausbringen von Herbiziden zur Bekämpfung von „Unkräutern“ und auch auf den Einsatz von Schädlingsbe-kämpfungsmitteln sollte unbedingt verzichtet werden.

     Tipps des BUND Naturschutz für eine ökologische Grabpflege:

  • Achten Sie auf torffreie Grab- oder Blumenerde um die Moore zu schützen.
  • Nutzen Sie heimische Pflanzen, die auf neutralen, heimischen Böden gedeihen.
  • Mit nachfüllbaren Grablichtern sparen Sie viel Plastikmüll.
  • Elektrische Grablichter sollten möglichst mit einem Akku, einem Lichtsensor und Solar-Modul ausgestattet sein.
  • Achten Sie bei Grabgestecken auf die Verwendung natürlicher Materialien.
  • Ziehen Sie mehrjährige Pflanzen Schnittblumen vor.

Infos:https://www.bund-niedersachsen.de/ueber-uns/bund-projekte/aktuelle-projekte/oekologische-nische-friedhof/


Öko-Tipp der Woche 42 – 2020: Gartenpflege im Herbst

Nach einer Umfrage des BUND Naturschutz entdecken immer mehr Gartenbesitzer ein Herz für Tiere und räumen im Herbst ihren Garten nicht blitzblank auf.

13.10.2020

So sollten Laubreste, Reisighaufen und verblühte Blumen nicht vollständig entsorgt werden. Sie können im Winter verschiedenen Tieren Unterschlupf und Futter bieten.

Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern bestes Vogelfutter: Körnerfresser wie Finken, Ammern und Zeisige bedienen sich an den Samenständen von Blumen. Heimische Sträucher wie Schneeball und Heckenrosen bieten ebenfalls Nahrung für hungrige Vögel.

Alte Blüten und Pflanzenstängel bieten außerdem vielen Insekten Möglichkeiten zur Überwinterung. Wildbienen etwa legen ihre Eier in hohle, trockene Pflanzenstängel. Dort überwintern dann die Larven und schlüpfen im kommenden Jahr.

Ebenso hilfreich ist es, ein Stück der Blumenwiese nicht zu mähen und über den Winter stehen zu lassen. Auch das bietet Insekten Überwinterungsquartiere.

 

Reisighaufen – der ideale Platz für einen Winterschlaf

Äste und Zweige, die beim Zurückschneiden von Bäumen und Stauden entstehen, können in einer Gartenecke zu einem Reisighaufen aufgerichtet werden. Darauf kann zusätzlich altes Laub geschichtet werden. Das ist ein idealer Platz für den Winterschlaf der Igel. Aber auch Kröten oder Eidechsen finden zwischen den Zweigen Schutz und Nahrung, so der BUND.

 

Mulch schützt Boden und Wurzeln

Auch weitere organische Abfälle die bei der Gartenpflege anfallen können dem BUND zufolge umweltfreundlich entsorgt werden. Rasenschnitt, Laub und zerkleinerte Zweige ergeben Mulch. Eine circa 3 -5 cm dicke Mulchschicht verteilt auf die Beete schützt Boden und Pflanzenwurzeln. Mulch verhindert auch das Nachwachsen von Wildkäutern und bewahrt den Boden vor dem Austrocknen. Das organische Material bietet außerdem Regenwürmern und Bodenlebewesen reichlich Nahrung, die es so in wertvollen Humus und letztlich wieder in Pflanzennährstoffe umsetzen.


Öko-Tipp der Woche 37 – 2020 Waldwende statt Waldsterben!

Unser Wald ist durch Dürre, Luftschadstoffe und eine vielerorts zu intensive Forstwirtschaft im Dauerstress. Angesichts absterbender und geschwächter Waldbestände fordert der BUND Naturschutz (BN) den Klimaschutz ernstzunehmen, Schadstoffe einzudämmen und eine ökologische Waldwende einzuleiten.

08.09.2020

Dem deutschen Wald geht es so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht. Nur noch jeder fünfte Baum ist gesund. Der Wald muss dringend behutsamer bewirtschaftet werden, so dass er den Folgen der Klimakrise besser standhalten kann. Mehr Naturwälder sollen frei von menschlichen Eingriffen ihr volles Potential an biologischer Vielfalt entfalten dürfen. Weg von naturfernen Fichten‐ und Kiefernforsten hin zu naturnahen Laubmischwäldern mit heimischen Baumarten. Beim Umbau der Wälder müssen einheimische Laubbäume und Naturverjüngung die zentrale Rolle spielen. Sie bieten ein breites Spektrum an Arten und genetischer Vielfalt, die besonders in Mischung mit den unterschiedlichsten Bedingungen zurechtkommen. Laubwälder bilden zudem mehr Grundwasser – und damit Trinkwasser – als Nadelforsten. In Wäldern mit hohem Nadelbaumanteil verdunstet unter anderem wegen ihrer ganzjährig vorhandenen Nadeln mehr Wasser als in Laubwäldern. Das verstärkt den Stress durch Hitze und Trockenheit. Laubwälder sind zudem weniger anfällig für Waldbrände. Nadelhölzer wie Kiefer oder Fichte dürfen nur noch gruppenweise oder in geringer Beimischung angebaut werden. Dafür braucht es auch einen Paradigmenwechsel beim Wildtiermanagement. Deutschlands Wälder sollen besser zum Wasserrückhalt und zur Grundwasserneubildung beitragen können und ihre Funktion als Klimaschützer weiterhin wahrnehmen können. Wir müssen den Klimaschutz endlich ernst nehmen, auch zum Schutz der Wälder. Dafür sind erforderlich effektive Maßnahmen zur absoluten Energieeinsparung, die Steigerung der Energieeffizienz, ein schneller Ausstieg aus fossilen Energien, allen voran aus der Kohleverstromung und eine schnellstmögliche Umstellung des Energiesystems auf erneuerbare Energien. Ziel muss in Anbetracht von durch die Klimakrise bedingtem Trockenstress, Hitze und Stürmen sein, dass mehr Feuchtigkeit im Wald verbleibt, der Wald seine Wasserspeicherkapazität erhöhen und sich selbst stabilisieren kann: Konkret bedeutet dies weniger drastische Eingriffe bei Durchforstung und Holzernte, ein Stopp der Entwässerung von Wäldern und die Vermeidung der Verdichtung von Waldböden durch zu intensive Befahrung. So ist ausreichend starkes Totholz im Wald zu belassen, da dieses die Feuchtigkeit im Wald hält, um Wälder besser gegen Trockenstress und Brände zu wappnen. Für den Erhalt der biologischen Vielfalt unserer Wälder ist es unabdingbar, dass sich langfristig mindestens 10 % der Wälder dauerhaft als Naturwälder entwickeln dürfen. Hier werden nicht nur seltene Tiere, Pflanzen und Pilze besonders geschützt, sondern auch der Ablauf natürlicher Prozesse. Mit welchen Argument sollen etwa Menschen in Afrika, Asien oder Südamerika motiviert werden, die letzten noch weitgehend intakten Regenwälder am Amazonas, im Kongobecken oder in Indonesien und Malaysia zu schützen, wenn unsere wohlstandsgesättigte Gesellschaft nicht bereit ist, nur ein paar Prozent unserer Wälder der Natur zu überlassen?

Infos: https://www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/waldwende-statt-waldsterben-neun-bund-forderungen-zu-deutschlands-waeldern-in-der-klimakrise/

In memoriam Rudi Schlosser, Förster und Freund des Waldes und der Natur, dem wir viel verdanken!


Öko-Tipp der Woche 26 –2020 Eichhörnchen schützen und erforschen

Kaum ein heimisches Wildtier ist so beliebt wie das Eichhörnchen. Sie sind schwindelfreie Kletterer, fleißige Nusssammler und zudem äußerst anpassungsfähig. Durch ihre geringe Scheu vor dem Menschen und ihre Vorliebe für den urbanen Raum sind die possierlichen Nager in den letzten Jahren zum Symboltier für die Natur in unseren Städten geworden und zählen zu den bekanntesten Tieren unserer Heimat.

23.06.2020

Als Kulturfolger bevorzugen sie die günstigen Lebensraumbedingungen der besiedelten Kulturlandschaft und profitieren von alten Baumschätzen. Doch trotz seines Bekanntheitsgrades und seiner Nähe zum Menschen weiß man erstaunlich wenig über die beliebten Tiere. Das will der BUND Naturschutz (BN) ändern, mit Ihrer Hilfe: Werden Sie Eichhörnchen-Forscher und melden Sie uns, wann und wo Sie ein Eichhörnchen gesehen haben – schnell und einfach mit unserer App "Eichhörnchen in Bayern"!

Info: www.bund-naturschutz.de/aktionen/eichhoernchen-beobachten-und-melden.html

Je mehr wir darüber wissen, umso besser können wir sie und ihre Lebensräume schützen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Gemeinsam mit Ihnen wollen wir mehr über die kleinen Hörnchen herausfinden.

Ein Eichhörnchen braucht alte Bäume, die ihm ausreichend Nahrung, Schlafplatz und genügend Grundlage zur Aufzucht der Jungen bieten. Hierbei spielen alte Bäume eine entscheidende Rolle, denn Samen, die Hauptnahrungsquelle der Nager, produzieren die grünen Riesen erst nach einer gewissen Lebenszeit. Bei Nadelbäumen dauert dies ca. 20 Jahre, während Buchen beispielsweise erst mit 80 Jahren beginnen ausreichend Samen auszubilden.

Generell gilt das Eichhörnchen laut der Roten Liste als ungefährdet, aber über den stark schwankenden Bestand wissen wir eigentlich noch gar nicht so viel.

Bedrohung und Schutz

Eine besondere Bedrohung für das Eichhörnchen stellt der Verlust alter Baumbe-stände und der Rückgang an naturnahen Mischwäldern dar. 

Auch der Weg über die Straße wird vielen Eichhörnchen zum Verhängnis.

Eine häufige Todesursache von Eichhörnchen ist das Ertrinken in Regentonnen. Mit Hilfe einer guten Abdeckung sowie einer Ausstiegsmöglichkeit kann derartigen Unfällen vorgebeugt werden.

Die natürlichste Möglichkeit ein Eichhörnchen mit ausreichend Nahrung zu versorgen, ist das Anbauen nuss- und fruchttragender Gehölze. Geeignete Futterpflanzen sind neben Haselnussstrauch und Walnussbaum auch Buchen, Kastanien und verschiedene Obstbäume.

In naturnahen Gärten gibt es Nistmaterialien wie Laub, Baumnadeln und Geäst, die die Tiere benötigen um sich einen Unterschlupf zu bauen.

Weitere Infos: www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/eichhoernchen.html


Öko-Tipp der Woche 25 - Moore schützen

Zum in diesem Monat erstmalig stattfindenden World Peatlands Day (Moortag) ruft der BUND Naturschutz (BN) dazu auf, beim Gärtnern auf torfhaltige Erden zu verzichten. Moorschutz ist Naturschutz und Klimaschutz in einem, erklärt der BN. Moore sind einzigartige Lebensräume, die wir bewahren müssen. Torf gehört deshalb nicht in den Garten oder in Blumenkübel.

17.06.2020

Viele Hobby-gärtner greifen nach wie vor auf scheinbar bewährte Blumenerden zurück, wenn sie in Gärten neue Pflanzen setzen, Blumenkübel oder Balkonkästen bepflanzen und

Verbraucher wissen nicht, dass sich jede Menge Torf im Sack befindet, wenn sie Blumenerde kaufen. So leisten sie unbewusst der Zerstörung dieses so einzigartigen Lebensraumes weiter Vorschub.

Moore beheimaten zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie Goldregenpfeifer, den Hochmoorbläuling oder Sonnentau und binden zudem große Mengen klima-schädliches Kohlendioxid. Moore bedecken nur drei Prozent der Erde, speichern jedoch doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammengenommen, erläutert der BN die herausragende Bedeutung von Mooren gerade auch als CO2-Speicher. Moore sind wahre Klimaschützer.

Gartenfreunde, die Moore schützen und deshalb torffrei gärtnern wollen, können heute auf ein breites Sortiment an torffreien Erden zurückgreifen. So gibt es neben torffreien Universal-Erden auch solche für Anzucht, für Kräuter, für Gemüse, zum Pflanzen oder für Hochbeete. Der BN rät, beim Kauf auf die Kennzeichnung „torf-frei“ oder „ohne Torf“ zu achten. Im Zweifelsfall hilft der Blick auf die Inhaltsstoffe im Kleingedruckten. Der BN listet in seinem aktuellen „Einkaufsführer für torffreie Erden“ Anbieter und Produkte auf.

Weitere Informationen und den aktualisierten BUND-Einkaufsführer für torffreie Erden finden Sie unter: www.bund.net/torffrei


Öko-Tipp der Woche 21 - 2020 Eine Zukunft für Insekten

Auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie brauchen Wildbienen, Schmetterlinge und Co. unsere Hilfe. Eine Welt ohne Insekten? Undenkbar! Ihr natürlicher Wert ist gar nicht hoch genug zu schätzen. Tiere, Pflanzen und wir Men-schen sind auf Insekten angewiesen. Deshalb müssen wir sie schützen!

19.05.2020

Das Schwirren, Summen und Brummen aus Büschen, Bäumen und Wiesen verschwindet immer mehr. Die vielen Tausend Insektenarten in Deutschland haben unseren Alltag schon immer begleitet – auf dem Land, aber auch mitten in der Stadt. Doch überall fällt auf – die Insekten und Vögel verschwinden. Das Insektensterben in Deutschland ist dramatisch. Die Politik muss endlich gegensteuern. Aber auch viele Menschen möchten etwas für den Naturschutz tun und beginnen damit vor ihrer eigenen Haustür, im Garten. Sie legen ihn naturnah an mit Wildblumen und Elementen wie Tümpeln, Vogelschutzhecken, Trockenmauern oder Reisighaufen.
So schaffen sie Schlupfwinkel, Nistplätze, Nahrungsquellen und Jagdreviere für eine Vielfalt heimischer Kleintiere, Insekten und Vögel, die Nützlinge für den Obst- und Gemüsegarten sind.
Fruchtstände von Zier- und Nutzpflanzen lässt man nach dem Verblühen stehen. Sie dienen als Nahrungsquelle für Vögel im Winter oder als Behausung für Wildbienen.

Zum „Weltbienentag“ am 20. Mai bitten wir Sie über die Sozialen Medien Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative "Bienen, Bauern und Bäuerinnen retten!" zu sammeln. Info: www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/tiere/insekten/

Zum Tag der „Biologischen Vielfalt“ am 22. Mai können sich Natur- und Handarbeitsfreunde gerne an der Aktion beteiligen: #HäkelnFürDieArtenvielfalt.

 


Öko-Tipp der Woche 20 - 2020 - "Europ. Volksbegehren „Bienen und Bauern retten“

Das Insektensterben ist in vollem Gange. Die Folgen für das Ökosystem sind dramatisch und auch für uns Menschen gefährlich. Deshalb müssen wir das Insektensterben stoppen und die bäuerliche Landwirtschaft retten – europaweit. Nach dem erfolgreichen bayerischen Volksbegehren "Rettet die Bienen" wurde inzwischen auch ein europäisches Volksbegehren "Bienen und Bauern retten - Save Bees And Farmers" auf den Weg gebracht. Über eine Million Unterschriften aus mindestens 7 europäischen Staaten müssen bis September 2020 zusammenkommen, dann muss sich die Kommission damit auseinandersetzen und es behandeln. Machen Sie mit, unterschreiben Sie jetzt bei der Europäischen Bürgerinitiative!

11.05.2020

Infos und online eintragen unter: https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/bienen-und-bauern-retten.html

Die Europäische Bürgerinitiative „ Bienen und Bauern retten“ wurde von Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft und Imkerei gestartet. Dazu gehören die europäischen Netzwerke:

Friends of the Earth Europe,

GLOBAL 2000 in Österreich,

die französische Umweltorganisation Générations Futures,

das Umweltinstitut München

und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND).

Inzwischen hat das Bündnis über 90 weitere europäische Akteure.

Die Landwirtschaft in Europa befindet sich in der Sackgasse. Eine Agrarpolitik, die einseitig auf Ertragssteigerung setzt, hat das Ökosystem an den Rand des Kollaps geführt. Täglich schwindet die biologische Vielfalt, die unserem Ernährungssystem zugrunde liegt. Die Zukunft unserer Lebensmittelversorgung, unsere Gesundheit und unsere Umwelt sind ernsthaft gefährdet. Die Folgen für die Natur sind verheerend:

Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten verschwinden aus unserer Kulturlandschaft, der Gesang einstmals weit verbreiteter Vogelarten verstummt. Bäche und Flüsse werden verschmutzt und Verbraucher sehen sich täglich über ihre Nahrungsmittel einem Cocktail aus chemischen Pestiziden ausgesetzt.

Mit unserer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) fordern wir einen EU-weiten Ausstieg aus der Anwendung chemisch-synthetischer Pestizide. Außerdem fordern wir Unterstützung für die BäuerInnen bei der Umstellung auf eine gesunde, kleinbäuerliche Landwirtschaft, die zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt.

Helfen Sie mit, die Agrarwende in Europa voranzutreiben und unterschreiben Sie jetzt!