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Unterwegs in einer geretteten Landschaft

Rund um das Naturschutzgebiet ehemaliger Standortübungsplatz wanderten BN Mitglieder am vergangenen Freitag. Mit dabei war Winfried Berner, einer der Autoren des Wanderführers „gerettete Landschaften“. Der BN sorgte für die Unterschutzstellung des ehemaligen Standortübungsplatzes. Hier weiden Wildpferde und Heck-Rinder um das wertvolle Magerrasengebiet offen zu halten. Wiedehopf, Pirol, Neuntöter und viele Rote Liste Arten leben auf der geschützten knapp 300 ha großen Fläche

02.06.2026

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Die staatl. Flächen des NSG wurden in das Nationale Naturerbe übertragen und in das „Naturerbe Bund" überführt und sind dauerhaft geschützt. Seit 2016 sind hier Przewalski-Urwildpferde und Heckrinder zur Beweidung angesiedelt. Die Rinder ließen sich nicht von den hohen Temperaturen beeindrucken, die Urwildpferde zogen schattigeres Gelände vor.

Bei unserer Wanderung rund um das eingezäunte Areal erklärte uns Rudolf Kreuzer vom Kreisvorstand immer wieder die außergewöhnliche Bedeutung des Gebiets, das durch den enormen Artenreichtum eine Spitzenbedeutung für den Bayerischen Untermain hat. So kommen allein 12 Fledermausarten auf diesem relativ kleinen Areal vor. Über 70 Vogelarten wurden bisher im NSG nachgewiesen. Dazu gehören Vögel des Offenlands und des Waldes. Davon sind 15 in ihrem Bestand bedroht und deshalb in der „Roten Liste“ Bayerns aufgeführt. z.B: Braunkehlchen, Feld- u. Heidelerche sowie der Gartenrotschwanz. Vier gefährdete Reptilien finden hier ein Rückzuggebiet, Schling- und Ringelnatter und Blindschleichen. Am Waldrand im östlichen Teil des Offenlandes leben Zauneidechsen. Wegen der Vielfalt der Feuchtgebiete ist das NSG auch der wichtigste Amphibien-Lebensraum in Aschaffenburg und Umgebung. Hier lebt die Gelbbauchunke und sogar der Laubfrosch.

Gut, dass dieses einzigartige strukturreiche Gebiet nach Aufgabe der militärischen Nutzung geschützt ist. Völlig unverständlich war den Exkursionsteilnehmern, wieso es immer wieder Vorfälle gibt, wo im NSG Müll abgeladen wird oder die Wildpferde und Rinder mit Böllern gefährdet werden.