Öko-Tipp: Mulchen schützt Beete vorm Austrocknen u. liefert Nährstoffe
Das Mulchmaterial wird durch Bodenorganismen nach und nach zersetzt und wird zu wertvollem Humus. Der BUND Naturschutz empfiehlt das Mulchen wegen folgender Vorteile:
Mulch schützt den Boden vorm Austrocknen. Ein gut gemulchtes Beet mit gelockertem Boden muss seltener gegossen werden. Mulch unterdrückt außerdem das Wachstum von Beikräutern. Die Nährstoffe der Pflanzenreste werden in den Boden zurückgeführt und sparen so Dünger. Im Prinzip ist alles Pflanzenmaterial, das im naturnahen Garten anfällt, auch Mulchmaterial.
Die sechs besten Mulchpflanzen sind:
- Brennnessel ist sehr nährstoffreich und ein guter Stickstofflieferant. Gut für Starkzehrer wie Tomaten, Kartoffeln, Zucchini, Kürbis oder Gurken. Achten Sie darauf, nur die Stängel ohne Blüten zu nehmen. Dann gibt es keine Samen, mit denen sich die Brennnessel an ungewünschter Stelle vermehren kann.
- Rhabarberblätter: Die Blätter des Rhabarbers sind riesig und bieten damit eine herrlich große Fläche, mit der der Boden bedeckt werden kann. Kontrollieren Sie regelmäßig unter den Rhabarberblättern nach Schnecken.
- Rasenschnitt: Beim Mähen fällt nährstoffreicher Rasenschnitt an. Er liefert dem Boden Stickstoff, Phosphor und Kalium und lässt sich sehr gut verteilen.
- Herbstlaub ist die Königsklasse unter den Mulchmaterialien. Es kann einfach auf den Beeten liegen bleiben oder dort verteilt werden. Laub sollte nicht auf der Wiese liegen bleiben, sonst gibt es dort einen Nährstoffüberschuss. Als Überwinterungsquartier für Igel und Marienkäfer etwas Laub in einer Ecke zu einem Haufen rechen.
- Heckenschnitt können Sie vor dem Ausbringen als Mulch durch den Häcksler jagen oder händisch zerkleinern. Dadurch verrottet er schneller.
- Beikräuter wie Löwenzahn, Vogelmiere, Klee oder Gierschblätter: Stechen oder zupfen Sie die Beikräuter aus und lassen Sie diese um die Kulturpflanzen herum liegen. Nicht alle Wildkräuter entfernen, denn Wildbienen u. Schmetterlinge sind darauf angewiesen.
Der BUND empfiehlt folgendes beim Mulchen zu beachten, damit keine unerwünschten Samen, Wurzeln oder Pilze ins Beet oder in den Garten gelangen:
Bei Wurzelunkräutern wie Giersch oder Quecke sollten Sie entweder die Wurzeln entfernen oder die Kräuter zuerst einige Tage in der Sonne trocknen lassen. Je gröber das Mulchmaterial ist, desto dicker sollte die Schicht sein. Bei feinem Material wie Rasenschnitt reicht eine circa drei Zentimeter hohe Mulchschicht. Bei ungehäckseltem, grobem Schnittgut kann das zehn bis 20 Zentimeter sein. Lassen Sie beim Mulchen von Bäumen und Sträuchern immer den Stamm frei. Dann können sich pilzliche Krankheitserreger nicht ansiedeln.






