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Biosphärenregion Spessart

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Abpflastern in Aschaffenburg - sei dabei!

#Abpflastern - ein Mitmachprojekt in Städten und größeren Gemeinden auf Privat- oder öffentlichem Grund mit dem Ziel, wenig genutzte und versiegelte Flächen wieder den Ökosystemfunktionen zugänglich zu machen.

27.07.2026

#abpflastern ist ein deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem Städte und Gemeinden in einem freundschaftlichen Wettstreit Flächen entsiegeln. Ganz nach dem Motto „Von Grau zu Grün“ können alle Interessierten mitmachen, die versiegelte in begrünte Flächen umwandeln möchten. Die Saison 2026 startet am 21. März und endet am 31. Oktober 2026.

Viele gute Gründe für mehr Grün statt Grau

  •   Gesünderes Stadtklima durch bessere Luftqualität:
    Vegetation filtert Feinstaub und Schadstoffe, produziert Sauerstoff und schafft spürbare Frischluftinseln. Dadurch steigt die  Aufenthaltsqualität – und die Gesundheit der Menschen wird nachhaltig unterstützt.
  • Verbesserte Regenwasseraufnahme und weniger Überflutungen:
    Entsiegelte Flächen ermöglichen natürliche Versickerung. Das entlastet die Kanalisation, reduziert Überflutungsrisiken bei   Starkregen und trägt dazu bei, Grundwasserreserven zu stabilisieren.
  • Mehr Platz für Stadtgrün und Biodiversität:
    Durch Entsiegelung entstehen neue Lebensräume für Pflanzen, Insekten und Tiere. Das stärkt die Artenvielfalt und macht städtische Räume ökologisch wertvoller und lebendiger.

Welche Flächen eignen sich zum Entsiegeln?

  • Pflasterflächen aus Beton, Naturstein, etc:
    Steine entfernen und aufbewahren oder richtig entsorgen (Naturstein kann auch gut verschenkt werden, als Beeteinfassung). Darunter befindet sich meist Splitt oder Sand und eine dicke feste Schotterschicht. Dieses Material kann entweder mit Kompost vermischt werden oder als Magerbeet verwendet werden, je nach Standort und Pflanzenauswahl.
  • Asphaltflächen:
    Diese Flächen sind für den darunter liegenden Boden eine Katastrophe. Weder Wasser noch Luft können durch die dicke Schicht dringen, sodass kein Bodenleben mehr stattfinden kann. Es ist an der Zeit, ihn an geeigneten Stellen zu entfernen, um Platz für neues Grün zu schaffen und die Versickerung zu ermöglichen. Dafür sind Muskelkraft sowie ein Pickel oder Vorschlaghammer erforderlich. Die Bruchstücke müssen gesondert im Recyclinghof entsorgt werden und dürfen nicht wiederverwendet werden. Der darunterliegende Boden sollte unbedingt aufgelockert, teilweise entfernt und mit Komposterde angereichert werden.
  • Kiesflächen:
    Anfangs erscheinen sie pflegeleicht, doch nach drei bis vier Jahren steigt der Pflegeaufwand in der Regel deutlich an. Auf den Wurzelschutzfolien unter dem Kies sammeln sich im Laufe der Zeit Feinstaub und organisches Material – ein perfekter Keimboden für Wildkräuter. Unter der Folie kann weder ausreichend Wasser versickern noch nach oben verdunsten. Mikroorganismen sind über die lange Zeit ohne Nährstoffe verschwunden, der Boden ist tot. Die Folie muss auf jeden Fall entfernt und die Fläche mit Komposterde vermischt umgegraben werden. Der Schotter kann als Mulch an sonnigen Stellen weiter verwendet werden und muss nicht komplett entsorgt werden.

Bepflanzung

Die Fläche ist entsiegelt - Was nun?

  • Blumen und mehrjährige Stauden:
    Für einen schnellen Effekt und als Turbo für die Artenvielfalt eignen sich einheimische Blumenrasenmischungen oder eine Pflanzung aus mehrjährigen Stauden wie Wildastern, Wiesensalbei, Storchschnabel, Günsel und Co. Gerade dort, wo der Untergrund vielleicht mit Leitungen oder Fundamenten belegt ist, können diese Pflanzen ein Trittsteinbiotop erschaffen.
  • Sträucher:
    Viele Kleinsträucher kommen auch mit weniger Erde zurecht und sind genügsame und schnelle Lückenfüller. Sie bringen Höhe und Stabilität in die neue Grünfläche. Ist der Untergrund nach unten begrenzt können auch das viele gut überstehen.
  • Bäume und Großsträucher:
    Perfekt für ein gutes Kleinklima sind natürlich neue Bäume und Sträucher. Wer eine Pflanzung anstrebt, muss auf jeden Fall die Nachbarschaftsgesetze beachten und sollte sich mit seinen Nachbarn kurzschließen. Gut geplante und für alle einvernehmlich ausgesuchte Gehölze können mit einer langen Standdauer ein Umfeld aufwerten und ein kleiner Hotspot für Tiere und Pflanzen werden. Gerade bei Bäumen sollte man sich außerdem über mögliche Leitungen im Boden im klaren sein.

Du willst mitmachen? - Wir zeigen dir, wie es geht!
 

Fläche gefunden, die entsiegelt werden kann?
A) Auf dem eigenen Grundstück? – Prima, es kann sofort losgehen!
1. Fotografiere die Fläche, bevor du sie abpflasterst.
2. Entsiegle die Fläche.
3. Fotografiere die Fläche, nachdem sie abgepflastert wurde.
4. Miss die Fläche aus.
5. Melde dein Projekt unter www.abpflastern.de.

B) Auf einem anderen Privatgrundstück? – Sprich den Besitzer an!
Versuche im gemeinsamen Gespräch und vielleicht mit gemeinsamer Muskelkraft etwas Tolles zu erreichen (siehe A).
 

C) Auf einer öffentlichen Fläche? – Mache einen Vorschlag! Die Stadt Aschaffenburg nimmt auch dieses Jahr wieder an dem Mitmachprojekt teil. 

Hier lesen Sie die Pressemitteilung der Stadt zum Projekt: https://www.aschaffenburg.de/index.php?ModID=255&FID=4173.11713.1&object=tx%2C4173.5.1

Macht mit!