Öko-Tipp der Woche 37 – 2020 Waldwende statt Waldsterben!

Unser Wald ist durch Dürre, Luftschadstoffe und eine vielerorts zu intensive Forstwirtschaft im Dauerstress. Angesichts absterbender und geschwächter Waldbestände fordert der BUND Naturschutz (BN) den Klimaschutz ernstzunehmen, Schadstoffe einzudämmen und eine ökologische Waldwende einzuleiten.

08.09.2020

Dem deutschen Wald geht es so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht. Nur noch jeder fünfte Baum ist gesund. Der Wald muss dringend behutsamer bewirtschaftet werden, so dass er den Folgen der Klimakrise besser standhalten kann. Mehr Naturwälder sollen frei von menschlichen Eingriffen ihr volles Potential an biologischer Vielfalt entfalten dürfen. Weg von naturfernen Fichten‐ und Kiefernforsten hin zu naturnahen Laubmischwäldern mit heimischen Baumarten. Beim Umbau der Wälder müssen einheimische Laubbäume und Naturverjüngung die zentrale Rolle spielen. Sie bieten ein breites Spektrum an Arten und genetischer Vielfalt, die besonders in Mischung mit den unterschiedlichsten Bedingungen zurechtkommen. Laubwälder bilden zudem mehr Grundwasser – und damit Trinkwasser – als Nadelforsten. In Wäldern mit hohem Nadelbaumanteil verdunstet unter anderem wegen ihrer ganzjährig vorhandenen Nadeln mehr Wasser als in Laubwäldern. Das verstärkt den Stress durch Hitze und Trockenheit. Laubwälder sind zudem weniger anfällig für Waldbrände. Nadelhölzer wie Kiefer oder Fichte dürfen nur noch gruppenweise oder in geringer Beimischung angebaut werden. Dafür braucht es auch einen Paradigmenwechsel beim Wildtiermanagement. Deutschlands Wälder sollen besser zum Wasserrückhalt und zur Grundwasserneubildung beitragen können und ihre Funktion als Klimaschützer weiterhin wahrnehmen können. Wir müssen den Klimaschutz endlich ernst nehmen, auch zum Schutz der Wälder. Dafür sind erforderlich effektive Maßnahmen zur absoluten Energieeinsparung, die Steigerung der Energieeffizienz, ein schneller Ausstieg aus fossilen Energien, allen voran aus der Kohleverstromung und eine schnellstmögliche Umstellung des Energiesystems auf erneuerbare Energien. Ziel muss in Anbetracht von durch die Klimakrise bedingtem Trockenstress, Hitze und Stürmen sein, dass mehr Feuchtigkeit im Wald verbleibt, der Wald seine Wasserspeicherkapazität erhöhen und sich selbst stabilisieren kann: Konkret bedeutet dies weniger drastische Eingriffe bei Durchforstung und Holzernte, ein Stopp der Entwässerung von Wäldern und die Vermeidung der Verdichtung von Waldböden durch zu intensive Befahrung. So ist ausreichend starkes Totholz im Wald zu belassen, da dieses die Feuchtigkeit im Wald hält, um Wälder besser gegen Trockenstress und Brände zu wappnen. Für den Erhalt der biologischen Vielfalt unserer Wälder ist es unabdingbar, dass sich langfristig mindestens 10 % der Wälder dauerhaft als Naturwälder entwickeln dürfen. Hier werden nicht nur seltene Tiere, Pflanzen und Pilze besonders geschützt, sondern auch der Ablauf natürlicher Prozesse. Mit welchen Argument sollen etwa Menschen in Afrika, Asien oder Südamerika motiviert werden, die letzten noch weitgehend intakten Regenwälder am Amazonas, im Kongobecken oder in Indonesien und Malaysia zu schützen, wenn unsere wohlstandsgesättigte Gesellschaft nicht bereit ist, nur ein paar Prozent unserer Wälder der Natur zu überlassen?

Infos: https://www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/waldwende-statt-waldsterben-neun-bund-forderungen-zu-deutschlands-waeldern-in-der-klimakrise/

In memoriam Rudi Schlosser, Förster und Freund des Waldes und der Natur, dem wir viel verdanken!

Öko-Tipp der Woche 36 – 2020 Gesundes Wohnklima bei Hitze und Trockenheit

Es ist heiß. In den Städten u. Gemeinden sind die durch den Klimawandel auftretenden Hitzetage und sogenannten Tropennächte besonders stark spürbar und haben negative Auswirkungen auf Bewohner und die Natur. Ein Grund für die extreme Hitze ist der hohe Versiegelungsgrad in unseren Städten.

01.09.2020

Durchgrünte Siedlungen sind widerstandsfähiger gegen die Folgen der Erderhitzung. Aus Sicht des BUND Naturschutz (BN) müssen die Kommunen angesichts der Klimakrise dringend umdenken und den Stadtumbau hin zu mehr Grün vorantreiben, denn die Versiegelung hat ein bedenkliches Ausmaß angenommen, immer mehr Grünflächen verschwinden, Hitzetage werden unerträglich. Es fehlt Schatten, Verdunstungskälte und die Abkühlung der Luft. Unsere Städte und Gemeinden u. die Menschen, die in ihnen leben, stehen vor dem Hitzekoller.

Etwa 46 % der Siedlungs- und Verkehrsfläche Deutschlands ist versiegelt und täglich werden es 56 Hektar mehr. Um den Hitzewellen langfristig zu begegnen, braucht es Maßnahmen, die Städte grüner und resilienter machen, so der BN. Das kann eine Kombination aus Wasserrückhalt durch stärkere Begrünung, Entsiegelung und das Anlegen von Versickerungsmulden sein. Übergreifende Ansätze wie Schwammstadt-Konzepte schaffen langfristige Klimawandelanpassungen und sorgen für ein gesundes Klima für alle. Für den Wasserhaushalt in Städten u. Gemeinden gibt es durch die Versiegelung vorrangig zwei unmittelbare Auswirkungen: Einerseits kann Regenwasser weniger gut versickern und die Grundwasservorräte auffüllen, zum anderen steigt das Risiko, dass es bei starken Regenereignissen zu örtlichen Überschwemmungen kommt, da die Kanalisation die Wassermassen nicht fassen kann. Wir brauchen mehr natürlichen Speicherraum für Wasser, das wertvolle Regenwasser einfach in die Kanalisation abzuleiten ist nicht mehr zeitgemäß. Durch die Anreicherung des Grundwassers mit Regenwasser wird der natürliche Wasserhaushalt unterstützt und das anfallende Wasser kann von den Stadtbäumen genutzt werden. Auch fallen siedlungsnahe Erholungslandschaften, wie Grünanlagen, aber auch Kleingärten der Versiegelung zum Opfer. Urbane grüne und blaue Infrastruktur, wie Grünanlagen oder Gewässer sind  zwingend notwendig für den Menschen, besonders in Zeiten des Klimawandels. Wir brauchen mehr grüne Freiräume. Wasser, Natur, Plätze und Parks sind eine notwendige Infrastruktur in den Gemeinden der Zukunft, um ein lebenswertes Umfeld zu sichern. Der BN kritisiert weiter, dass mit der Versiegelung die Lebensraumfunktion und die Fruchtbarkeit des Bodens verloren gehen. Das hat wiederum negative Effekte auf die Bodenfauna und die Artenvielfalt im Allgemeinen. Das Motto muss lauten: Grünfläche statt Parkplatz.

Der erste Ansatzpunkt ist daher, eine nachhaltige Siedlungsentwicklung zu betreiben, um eine Neuversiegelung zu vermeiden. Dabei muss das Konzept der ‚Doppelten Innenentwicklung‘ angewendet werden. Das heißt, Flächenreserven im Siedlungsbestand nicht nur baulich, sondern auch mit Blick auf urbanes Grün zu entwickeln. Stadtnatur muss integrativer Bestandteil von Stadtplanung werden.

Mehr Infos: www.bund.net/themen/naturschutz/stadtnatur-gruene-freiraeume-schaffen/


Ökotipp der Woche 30 - Klimakrise beschleunigt Wasserkrise

Unsere Gewässer sind nicht gegen die Auswirkungen des Klimawandels gerüstet. Angesichts der verheerenden Zustände vieler Gewässer in Deutschland fordert der BUND Naturschutz (BN) einen Paradigmenwechsel im Umgang mit unseren Gewässern: Oberstes Prinzip muss sein, Wasser in der Landschaft zu halten und Bächen und Flüssen ihre natürliche Dynamik innerhalb ihrer Auen zurück zu geben. Knapp 40 % der oberirdischen Gewässer sind europaweit durch vielfältige Stressoren wie Klimawandel, Nährstoffeinträge durch die Landwirtschaft oder Begradigungen belastet. „Wir heizen die Erde weiter auf, gleichzeitig entwässern wir die Landschaft.

20.07.2020

Deshalb ist es keine Überraschung, dass es unseren heimischen Gewässern so schlecht geht“, betont Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND. Werden Moore und Auen trockengelegt werden zudem riesige Mengen an Treibhausgasen wie CO2 und Methan freigesetzt, die wiederum die globale Erwärmung anheizen.

Die Jahre 2014, 2018 und 2019 waren die drei wärmsten seit Beginn der Wetter-aufzeichnung. Darunter leiden Gewässer, Wälder, Tiere und auch die Landwirtschaft. Sinkende Grundwasserstände sowie steigende Wassertemperaturen haben fatale Folgen für Mensch und Umwelt. Deshalb ist es zentral, der Klimakrise und dem Artensterben entschlossen zu begegnen. Damit Flüsse und Bäche, Teiche und Seen die Hitze und Trockenheit gut verkraften, braucht es Landschaften, die Wasser speichern können. Dies gelingt nur, wenn der Gewässerschutz überall mitgedacht wird. Dazu gehört ein verbessertes Wassermanagement. Die Landschaft darf mit Drainagen nicht immer weiter entwässert werden. Versiegelte Flächen in Siedlungen leiten Regenwasser lediglich in die Kanalisation ab. Wasser muss aber in der Fläche bleiben, um in trockenen und heißen Zeiten dort zur Verfügung zu stehen, wo es gebraucht wird. Gesunde Gewässer sind resistenter und können mit den Folgen der Klimakrise besser umgehen. Wo möglich, müssen Auen renaturiert werden, denn nur naturnahe, lebendige Auen nehmen Wasser wie ein Schwamm auf und geben es bei niedrigeren Wasserständen langsam an den Fluss zurück.

Um die Gewässerkrise nachhaltig zu lösen, fordert der BUND:

  • Den Flüssen mehr Raum geben statt sie einzudeichen.
  • Die Auen müssen renaturiert werden.
  • Wasser in der Landschaft halten statt es direkt abzuleiten, so dass sich die Grundwasserspeicher wieder auffüllen können.
  • Flächenversiegelung stoppen, denn besonders in Siedlungen wird das Wasser schnellstmöglich abgeführt und kann nicht versickern.
  • Abbau von Querbauwerken, denn das Aufstauen der Flüsse erhitzt das Wasser, verschlechtert die Wasserqualität und versperrt Fischen den Weg.
  • Zum Schutz des Grund- und Trinkwassers müssen Vorsorge- und Verursacher-prinzip umgesetzt werden um die Gewässerqualität zu verbessern.
  • Die Gewässer vor Einträgen von Nähr- und Schadstoffen schützen.
  • Wassernutzungskonflikte müssen gerecht und nachhaltig gelöst werden.
  • In der Landwirtschaft ist ein nachhaltiges Wassermanagement notwendig.

Mehr Informationen: www.bund.net/fluesse-gewaesser/

Das BUND-Gewässerpapier: www.bund.net/gewaesserpapier


Öko-Tipp der Woche 26 –2020 Eichhörnchen schützen und erforschen

Kaum ein heimisches Wildtier ist so beliebt wie das Eichhörnchen. Sie sind schwindelfreie Kletterer, fleißige Nusssammler und zudem äußerst anpassungsfähig. Durch ihre geringe Scheu vor dem Menschen und ihre Vorliebe für den urbanen Raum sind die possierlichen Nager in den letzten Jahren zum Symboltier für die Natur in unseren Städten geworden und zählen zu den bekanntesten Tieren unserer Heimat.

23.06.2020

Als Kulturfolger bevorzugen sie die günstigen Lebensraumbedingungen der besiedelten Kulturlandschaft und profitieren von alten Baumschätzen. Doch trotz seines Bekanntheitsgrades und seiner Nähe zum Menschen weiß man erstaunlich wenig über die beliebten Tiere. Das will der BUND Naturschutz (BN) ändern, mit Ihrer Hilfe: Werden Sie Eichhörnchen-Forscher und melden Sie uns, wann und wo Sie ein Eichhörnchen gesehen haben – schnell und einfach mit unserer App "Eichhörnchen in Bayern"!

Info: www.bund-naturschutz.de/aktionen/eichhoernchen-beobachten-und-melden.html

Je mehr wir darüber wissen, umso besser können wir sie und ihre Lebensräume schützen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Gemeinsam mit Ihnen wollen wir mehr über die kleinen Hörnchen herausfinden.

Ein Eichhörnchen braucht alte Bäume, die ihm ausreichend Nahrung, Schlafplatz und genügend Grundlage zur Aufzucht der Jungen bieten. Hierbei spielen alte Bäume eine entscheidende Rolle, denn Samen, die Hauptnahrungsquelle der Nager, produzieren die grünen Riesen erst nach einer gewissen Lebenszeit. Bei Nadelbäumen dauert dies ca. 20 Jahre, während Buchen beispielsweise erst mit 80 Jahren beginnen ausreichend Samen auszubilden.

Generell gilt das Eichhörnchen laut der Roten Liste als ungefährdet, aber über den stark schwankenden Bestand wissen wir eigentlich noch gar nicht so viel.

Bedrohung und Schutz

Eine besondere Bedrohung für das Eichhörnchen stellt der Verlust alter Baumbe-stände und der Rückgang an naturnahen Mischwäldern dar. 

Auch der Weg über die Straße wird vielen Eichhörnchen zum Verhängnis.

Eine häufige Todesursache von Eichhörnchen ist das Ertrinken in Regentonnen. Mit Hilfe einer guten Abdeckung sowie einer Ausstiegsmöglichkeit kann derartigen Unfällen vorgebeugt werden.

Die natürlichste Möglichkeit ein Eichhörnchen mit ausreichend Nahrung zu versorgen, ist das Anbauen nuss- und fruchttragender Gehölze. Geeignete Futterpflanzen sind neben Haselnussstrauch und Walnussbaum auch Buchen, Kastanien und verschiedene Obstbäume.

In naturnahen Gärten gibt es Nistmaterialien wie Laub, Baumnadeln und Geäst, die die Tiere benötigen um sich einen Unterschlupf zu bauen.

Weitere Infos: www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/eichhoernchen.html


Öko-Tipp der Woche 25 - Moore schützen

Zum in diesem Monat erstmalig stattfindenden World Peatlands Day (Moortag) ruft der BUND Naturschutz (BN) dazu auf, beim Gärtnern auf torfhaltige Erden zu verzichten. Moorschutz ist Naturschutz und Klimaschutz in einem, erklärt der BN. Moore sind einzigartige Lebensräume, die wir bewahren müssen. Torf gehört deshalb nicht in den Garten oder in Blumenkübel.

Foto:Thomas Stefan

17.06.2020

Viele Hobby-gärtner greifen nach wie vor auf scheinbar bewährte Blumenerden zurück, wenn sie in Gärten neue Pflanzen setzen, Blumenkübel oder Balkonkästen bepflanzen und

Verbraucher wissen nicht, dass sich jede Menge Torf im Sack befindet, wenn sie Blumenerde kaufen. So leisten sie unbewusst der Zerstörung dieses so einzigartigen Lebensraumes weiter Vorschub.

Moore beheimaten zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie Goldregenpfeifer, den Hochmoorbläuling oder Sonnentau und binden zudem große Mengen klima-schädliches Kohlendioxid. Moore bedecken nur drei Prozent der Erde, speichern jedoch doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammengenommen, erläutert der BN die herausragende Bedeutung von Mooren gerade auch als CO2-Speicher. Moore sind wahre Klimaschützer.

Gartenfreunde, die Moore schützen und deshalb torffrei gärtnern wollen, können heute auf ein breites Sortiment an torffreien Erden zurückgreifen. So gibt es neben torffreien Universal-Erden auch solche für Anzucht, für Kräuter, für Gemüse, zum Pflanzen oder für Hochbeete. Der BN rät, beim Kauf auf die Kennzeichnung „torf-frei“ oder „ohne Torf“ zu achten. Im Zweifelsfall hilft der Blick auf die Inhaltsstoffe im Kleingedruckten. Der BN listet in seinem aktuellen „Einkaufsführer für torffreie Erden“ Anbieter und Produkte auf.

Weitere Informationen und den aktualisierten BUND-Einkaufsführer für torffreie Erden finden Sie unter: www.bund.net/torffrei


Öko-Tipp der Woche 21 - 2020 Eine Zukunft für Insekten

Auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie brauchen Wildbienen, Schmetterlinge und Co. unsere Hilfe. Eine Welt ohne Insekten? Undenkbar! Ihr natürlicher Wert ist gar nicht hoch genug zu schätzen. Tiere, Pflanzen und wir Men-schen sind auf Insekten angewiesen. Deshalb müssen wir sie schützen!

19.05.2020

Das Schwirren, Summen und Brummen aus Büschen, Bäumen und Wiesen verschwindet immer mehr. Die vielen Tausend Insektenarten in Deutschland haben unseren Alltag schon immer begleitet – auf dem Land, aber auch mitten in der Stadt. Doch überall fällt auf – die Insekten und Vögel verschwinden. Das Insektensterben in Deutschland ist dramatisch. Die Politik muss endlich gegensteuern. Aber auch viele Menschen möchten etwas für den Naturschutz tun und beginnen damit vor ihrer eigenen Haustür, im Garten. Sie legen ihn naturnah an mit Wildblumen und Elementen wie Tümpeln, Vogelschutzhecken, Trockenmauern oder Reisighaufen.
So schaffen sie Schlupfwinkel, Nistplätze, Nahrungsquellen und Jagdreviere für eine Vielfalt heimischer Kleintiere, Insekten und Vögel, die Nützlinge für den Obst- und Gemüsegarten sind.
Fruchtstände von Zier- und Nutzpflanzen lässt man nach dem Verblühen stehen. Sie dienen als Nahrungsquelle für Vögel im Winter oder als Behausung für Wildbienen.

Zum „Weltbienentag“ am 20. Mai bitten wir Sie über die Sozialen Medien Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative "Bienen, Bauern und Bäuerinnen retten!" zu sammeln. Info: www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/tiere/insekten/

Zum Tag der „Biologischen Vielfalt“ am 22. Mai können sich Natur- und Handarbeitsfreunde gerne an der Aktion beteiligen: #HäkelnFürDieArtenvielfalt.

 


Öko-Tipp der Woche 20 - 2020 - "Europ. Volksbegehren „Bienen und Bauern retten“

Das Insektensterben ist in vollem Gange. Die Folgen für das Ökosystem sind dramatisch und auch für uns Menschen gefährlich. Deshalb müssen wir das Insektensterben stoppen und die bäuerliche Landwirtschaft retten – europaweit. Nach dem erfolgreichen bayerischen Volksbegehren "Rettet die Bienen" wurde inzwischen auch ein europäisches Volksbegehren "Bienen und Bauern retten - Save Bees And Farmers" auf den Weg gebracht. Über eine Million Unterschriften aus mindestens 7 europäischen Staaten müssen bis September 2020 zusammenkommen, dann muss sich die Kommission damit auseinandersetzen und es behandeln. Machen Sie mit, unterschreiben Sie jetzt bei der Europäischen Bürgerinitiative!

11.05.2020

Infos und online eintragen unter: https://www.bund-naturschutz.de/aktionen/bienen-und-bauern-retten.html

Die Europäische Bürgerinitiative „ Bienen und Bauern retten“ wurde von Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft und Imkerei gestartet. Dazu gehören die europäischen Netzwerke:

Friends of the Earth Europe,

GLOBAL 2000 in Österreich,

die französische Umweltorganisation Générations Futures,

das Umweltinstitut München

und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND).

Inzwischen hat das Bündnis über 90 weitere europäische Akteure.

Die Landwirtschaft in Europa befindet sich in der Sackgasse. Eine Agrarpolitik, die einseitig auf Ertragssteigerung setzt, hat das Ökosystem an den Rand des Kollaps geführt. Täglich schwindet die biologische Vielfalt, die unserem Ernährungssystem zugrunde liegt. Die Zukunft unserer Lebensmittelversorgung, unsere Gesundheit und unsere Umwelt sind ernsthaft gefährdet. Die Folgen für die Natur sind verheerend:

Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten verschwinden aus unserer Kulturlandschaft, der Gesang einstmals weit verbreiteter Vogelarten verstummt. Bäche und Flüsse werden verschmutzt und Verbraucher sehen sich täglich über ihre Nahrungsmittel einem Cocktail aus chemischen Pestiziden ausgesetzt.

Mit unserer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) fordern wir einen EU-weiten Ausstieg aus der Anwendung chemisch-synthetischer Pestizide. Außerdem fordern wir Unterstützung für die BäuerInnen bei der Umstellung auf eine gesunde, kleinbäuerliche Landwirtschaft, die zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt.

Helfen Sie mit, die Agrarwende in Europa voranzutreiben und unterschreiben Sie jetzt!