Wald erleben mit der Mozart-Grundschule

An einem sonnigen Herbsttag im Oktober, nutzten die Klasse 3a der Mozart-GS Obernau mit ihrer Lehrerin Frau Rooker das schöne Wetter und besuchten mit der Umweltpädagogin Carmen Neuburger vom BUND Naturschutz den Obernauer Wald.

16.11.2018

 

Einige Kinder wussten schon sehr gut über den Wald Bescheid über seine Bedeutung als Sauerstofflieferant und „Zuhause“ für viele Wildtiere. Eine am Tage recht selten anzutreffende Waldgrille wurde von einem Schüler entdeckt. Gespannt wurde diese in einer Becherlupe begutachtet und danach  wieder in die Freiheit entlassen. Beim anschl. „Spiegelgang“ konnten die Kinder das Blätterdach der Bäume betrachten. Hierbei hält jeder einer einen kleinen Spiegel unter seine Nase und er ohne den Kopf zu verdrehen, ganz bequem im Spiegel die Baumkronen sehen kann. Der jeweilige Partner hat die Aufgabe den „Spiegelgucker“ vorsichtig zu führen. So lernen Kinder Achtsamkeit gegenüber der Natur und gegenüber ihren Mitmenschen kennen. Etwas tiefer im Wald angelangt, konnten wir die Auswirkungen vom Sturm gut sehen. Viele Bäume und Äste lagen oder hingen sogar noch quer im Wald. Von weitem hörte man das Brummen der Kettensägen von Waldarbeitern. Hier erfuhren die Kinder, dass nicht alle umgefall. Bäume und Äste aus dem Wald entfernt werden, da sie Lebensraum und Versteck vieler Tiere und Insekten sind und der Fuchs auf der Jagd hat ein Versteck. Etwas weiter bergauf, durften die Kinder den Wald und seine größten Pflanzen - die Bäume - erfühlen. Es wurden Augenbinden verteilt und die SchülerInnen befühlten die verschiedenen Baumrinden. Anschl. versuchten sie diese Bäume ohne Augenbinden wieder zu erkennen. Details wie die Dicke der Bäume, glatte oder sehr furchige Borke, waren hier von Vorteil. Die gesammelten Früchte von Bäumen konnten anschl. dem jeweiligen Baum zugordnet werden. Bevor die Klasse dann zum Ende der Exkursion noch etwas basteln durfte, erfuhren die Kinder dass der Wald ähnlich wie ein Hochhaus viele Stockwerke hat und in jedem Stockwerk andere Tiere und Pflanzen zu finden sind. So ist die Laubstreu (Waldboden), das wichtigste Erdgeschoss des Waldes mit vielen Lebewesen auf kleinstem Raum. Und auch die besondere Bedeutung der Pilzgeflechte im Waldboden für den symbiotischen Nährstoffaustausch zwischen Bäumen und Pilzen wurde erklärt ebenso die spannende Tatsache, dass Bäume das Pilzgeflecht zur Kommunikation untereinander nutzen. Zum Abschluss der Exkursion wurden „Waldgeister“ gebastelt und  die Kinder konnten zum Mittag in ihre Schule zurückkehren.