Öko-Tipp der Woche 52 – 2020 Neujahr ohne Böllerei

Anlässlich des Verkaufsverbotes für Silvesterfeuerwerk erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND: „Wir begrüßen, dass sich die Kanzlerin sowie die Ministerpräsidenen für ein stilles Silvester entschieden haben. Das Verbot für den Verkauf von Pyrotechnik und das Abbrennen von Feuerwerk ist richtig und wird auch von einer großen Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen“.

21.12.2020

Der BUND appelliert an die Vernunft jedes Einzelnen, böllerfrei ins neue Jahr zu starten. Die Verletzungsgefahr im Umgang mit Böllern und Raketen ist groß und viele Kliniken arbeiten wegen der vielen Covid-19-Patienten ohnehin schon am Limit. Vielerorts werden durch das Abbrennen von Feuerwerk die Grenzwerte für Feinstaub weit überschritten und Menschen, die an  Atemwegserkrankungen leiden, werden unnötig gefährdet. Der Qualm enthält gesundheitsschädigende Stoffe wie Schwermetalle, die Atemwegserkrankungen und sogar Krebs auslösen können. Und nicht zuletzt: Die alljährliche Silvesterknallerei löst bei Haus- und Wildtieren Panik und massiven Stress aus. Unseren Mitgeschöpfen diese Quälerei zu ersparen ist also auch ein Stück aktiver Tierschutz.

Der zurückgebliebene Müll enthält diverse Chemikalien, die mit dem Schmelz- oder Regenwasser fortgespült werden und Boden und Grundwasser verschmutzen.

Generell sollte auch das Silvesterfeuerwerk verpflichtender Bestandteil der Luftreinhaltepläne werden. Der BUND hat entsprechende Änderungen der Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz gefordert, ebenso effektive gesetzliche Maßnahmen, um Feuerwerkskörper mit schädlichen Inhaltsstoffen und hoher Staubentwicklung aus dem Verkehr zu ziehen.

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