Öko-Tipp der Woche 26 –2020 Eichhörnchen schützen und erforschen

Kaum ein heimisches Wildtier ist so beliebt wie das Eichhörnchen. Sie sind schwindelfreie Kletterer, fleißige Nusssammler und zudem äußerst anpassungsfähig. Durch ihre geringe Scheu vor dem Menschen und ihre Vorliebe für den urbanen Raum sind die possierlichen Nager in den letzten Jahren zum Symboltier für die Natur in unseren Städten geworden und zählen zu den bekanntesten Tieren unserer Heimat.

23.06.2020

Als Kulturfolger bevorzugen sie die günstigen Lebensraumbedingungen der besiedelten Kulturlandschaft und profitieren von alten Baumschätzen. Doch trotz seines Bekanntheitsgrades und seiner Nähe zum Menschen weiß man erstaunlich wenig über die beliebten Tiere. Das will der BUND Naturschutz (BN) ändern, mit Ihrer Hilfe: Werden Sie Eichhörnchen-Forscher und melden Sie uns, wann und wo Sie ein Eichhörnchen gesehen haben – schnell und einfach mit unserer App "Eichhörnchen in Bayern"!

Info: www.bund-naturschutz.de/aktionen/eichhoernchen-beobachten-und-melden.html

Je mehr wir darüber wissen, umso besser können wir sie und ihre Lebensräume schützen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Gemeinsam mit Ihnen wollen wir mehr über die kleinen Hörnchen herausfinden.

Ein Eichhörnchen braucht alte Bäume, die ihm ausreichend Nahrung, Schlafplatz und genügend Grundlage zur Aufzucht der Jungen bieten. Hierbei spielen alte Bäume eine entscheidende Rolle, denn Samen, die Hauptnahrungsquelle der Nager, produzieren die grünen Riesen erst nach einer gewissen Lebenszeit. Bei Nadelbäumen dauert dies ca. 20 Jahre, während Buchen beispielsweise erst mit 80 Jahren beginnen ausreichend Samen auszubilden.

Generell gilt das Eichhörnchen laut der Roten Liste als ungefährdet, aber über den stark schwankenden Bestand wissen wir eigentlich noch gar nicht so viel.

Bedrohung und Schutz

Eine besondere Bedrohung für das Eichhörnchen stellt der Verlust alter Baumbe-stände und der Rückgang an naturnahen Mischwäldern dar. 

Auch der Weg über die Straße wird vielen Eichhörnchen zum Verhängnis.

Eine häufige Todesursache von Eichhörnchen ist das Ertrinken in Regentonnen. Mit Hilfe einer guten Abdeckung sowie einer Ausstiegsmöglichkeit kann derartigen Unfällen vorgebeugt werden.

Die natürlichste Möglichkeit ein Eichhörnchen mit ausreichend Nahrung zu versorgen, ist das Anbauen nuss- und fruchttragender Gehölze. Geeignete Futterpflanzen sind neben Haselnussstrauch und Walnussbaum auch Buchen, Kastanien und verschiedene Obstbäume.

In naturnahen Gärten gibt es Nistmaterialien wie Laub, Baumnadeln und Geäst, die die Tiere benötigen um sich einen Unterschlupf zu bauen.

Weitere Infos: www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/eichhoernchen.html