Öko-Tipp der Woche 25 - Moore schützen

Zum in diesem Monat erstmalig stattfindenden World Peatlands Day (Moortag) ruft der BUND Naturschutz (BN) dazu auf, beim Gärtnern auf torfhaltige Erden zu verzichten. Moorschutz ist Naturschutz und Klimaschutz in einem, erklärt der BN. Moore sind einzigartige Lebensräume, die wir bewahren müssen. Torf gehört deshalb nicht in den Garten oder in Blumenkübel.

Foto:Thomas Stefan

17.06.2020

Viele Hobby-gärtner greifen nach wie vor auf scheinbar bewährte Blumenerden zurück, wenn sie in Gärten neue Pflanzen setzen, Blumenkübel oder Balkonkästen bepflanzen und

Verbraucher wissen nicht, dass sich jede Menge Torf im Sack befindet, wenn sie Blumenerde kaufen. So leisten sie unbewusst der Zerstörung dieses so einzigartigen Lebensraumes weiter Vorschub.

Moore beheimaten zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie Goldregenpfeifer, den Hochmoorbläuling oder Sonnentau und binden zudem große Mengen klima-schädliches Kohlendioxid. Moore bedecken nur drei Prozent der Erde, speichern jedoch doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammengenommen, erläutert der BN die herausragende Bedeutung von Mooren gerade auch als CO2-Speicher. Moore sind wahre Klimaschützer.

Gartenfreunde, die Moore schützen und deshalb torffrei gärtnern wollen, können heute auf ein breites Sortiment an torffreien Erden zurückgreifen. So gibt es neben torffreien Universal-Erden auch solche für Anzucht, für Kräuter, für Gemüse, zum Pflanzen oder für Hochbeete. Der BN rät, beim Kauf auf die Kennzeichnung „torf-frei“ oder „ohne Torf“ zu achten. Im Zweifelsfall hilft der Blick auf die Inhaltsstoffe im Kleingedruckten. Der BN listet in seinem aktuellen „Einkaufsführer für torffreie Erden“ Anbieter und Produkte auf.

Weitere Informationen und den aktualisierten BUND-Einkaufsführer für torffreie Erden finden Sie unter: www.bund.net/torffrei