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Öko-Tipp der Woche 2: Streusalz -schlecht für Bäume und Böden

Jeder Hauseigentümer ist dazu verpflichtet, Gehwege und Zufahrten frei von Schnee und Eis zu halten. Viele greifen dabei gerne zu Salz. Jährlich landen durchschnittlich 1,5 Millionen Tonnen Streusalz auf Straßen und Wegen. Ein Drittel davon wird durch private Haushalte verstreut. Aber die ökologischen und volkswirtschaftlichen Folgen sind gravierend.

09.01.2024

Die ökologischen und volkswirtschaftlichen Folgen des Sreusalzes sind gravierend: Das Salz schädigt nicht nur Autos und Brücken, sondern auch Bäume und Böden. Viel besser sind salzfreie Streumittel aus Sand und Splitt. Sie mindern ebenfalls die Rutschgefahr und schonen unsere Umwelt, erklärt der BUND Naturschutz (BN).

Die Salz-Wasser-Lösung wird durch viele Autos nach außen Richtung Bankett geschleudert, oder auch durch Schmelze und Regenwasser von Straße und Gehweg in die umliegende Natur gespült. Das Streusalz reichert sich im Boden an und wird auch in regenreichen Jahren kaum ausgewaschen. Es schädigt Bäume, deren Blätter vertrocknen, obwohl genügend Feuchtigkeit im Boden ist. Kleine Blätter, Braunfärbung der Blattränder und frühzeitiger Laubfall sind Folgen. Aber nicht nur die Bäume sterben einen langsamen Salztod, auch unsere Böden werden dauerhaft geschädigt und dies kann im Extremfall zu einer Bodenunfruchtbarkeit führen. Ein flächendeckender Streusalzeinsatz führt zu einer generellen Natriumchlorid-Belastung von Bäumen, Straßenrandböden und Sickerwasser. Unnötiger Salzeinsatz muss deshalb zwingend reduziert werden.  
Die umweltfreundliche Alternative ist das Räumen der Straßen und das Verwenden von salzfreien, abstumpfenden Streumitteln wie Sand, Splitt oder Granulat. Diese sind im Handel durch das Umweltzeichen „Blauer Engel“ erkennbar. Vor angeblich umweltfreundlichen ökologischen Tausalzen, die Harnstoff enthalten, warnt der BUND. Harnstoff wird als Stickstoffdünger in der Landwirtschaft verwendet. Große Mengen auf Bürgersteigen landen über das Schmelzwasser in unseren Gewässern und können dort großen Schaden anrichten.