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Öko-Tipp der Woche 18 Torffreie Erde – den Mooren zuliebe!

Duftende Blumenvielfalt, gesundes Gemüse – wer denkt schon, dass Hobbygärtnern üble Folgen für die Natur haben könnte? Tatsächlich aber besteht handelsübliche Blumenerde überwiegend aus Torf. Dafür werden Moore weltweit zerstört, beklagt der BUND Naturschutz (BN). Dabei gibt es längst bessere Alternativen.

03.05.2021

Viele Hobbygärtner wissen nicht einmal, was sich hinter der harmlosen Bezeichnung „Erde“ verbirgt: Die meisten Produkte bestehen überwiegend aus Torf – dem Stoff, aus dem die Moore sind. So landen zweieinhalb Millionen Kubikmeter Torf in den Blumentöpfen und -beeten von Freizeitgärtnern – Moorzerstörung pur!

Weil aber bei uns der Torfabbau weitgehend eingestellt worden ist, werden nun verstärkt baltische und russische Hochmoore geplündert. Dadurch verlieren seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen, die im Moor vorkommen, ihren Lebensraum. Gleichzeitig bringen wir uns mit jedem kaputten Moor nicht nur um einen wichtigen Kohlenstoffspeicher, die Entwässerung führt sogar noch zur massiven Freisetzung von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid. Dabei ist die Lösung so einfach: Torffreie Erde gibt es längst in jedem Gartencenter. Wo, das erfahren Sie beispielsweise im BUND-Einkaufsführer Blumenerde ohne Torf (PDF) unter:

BUND_einkaufsfuehrer_torffreie_erden-1.pdf.

Doch rät der BN zur Vorsicht: Achten Sie beim Einkauf von torffreier Erde darauf, dass es sich tatsächlich um Produkte ohne Torf handelt. Es gibt auch „torfreduzierte“ beziehungsweise „torfarme“ Erden, die nicht zu empfehlen sind, auch wenn es sich dabei um sogenannte Bio-Erde handelt. Gern wird der Torf unter Tarnnamen versteckt, wie beispielsweise unter der Bezeichnung „organischer Bestandteil“, warnt der BN. Deshalb nur Produkte verwenden, die torffrei gekennzeichnet sind. Lehnen Sie in den Geschäften torfhaltige Erd deutlich ab, weil diese die Klimakrise und das Artensterbens befördert.

Einer der besten Wege zum Gärtnern ohne Torf ist die Anlage eines eigenen Komposts. Wer einen Garten hat, kann selbst kompostieren. Mit der gewonnenen Erde führt er dem Boden organisches Material mit hoher biologischer Aktivität zu und erreicht gleichzeitig eine organische Düngung.

Weitere Infos: https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/torffreie-erde