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Öko-Tipp der Woche 15: Lebensgrundlage Wasser - ein Schatz braucht Schutz

Wasser ist Leben – doch vielerorts ist das Leben in Flüssen und Bächen und ihren

Auen infolge zahlreicher Belastungen stark zurückgegangen, bilanziert der BUND Naturschutz (BN).

12.04.2021

Wo sie renaturiert werden, kehrt das Leben zurück. Doch das passiert noch an viel zu wenigen Stellen und scheitert oft an fehlender Flächenverfügbarkeit. Flüsse brauchen einen Entwicklungskorridor und breite Auen, von denen nicht nur die Natur profitiert, sondern auch der Hochwasser- und Grundwasserschutz, das Klima, die Erholungsqualität und bei extensiver Nutzung auch die Landnutzer. Renaturierung muss einen höheren Wert bekommen und darf nicht an Einzelinteressen scheitern, damit sie endlich in die Fläche kommt. Der BN fordert deutlich mehr Anstrengungen im Wasserschutz auch in Bayern, denn 2021 werden zentrale Weichen für das Wasser gestellt. Heuer müssen zum dritten Mal sogenannte Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme zur Erfüllung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie aufgestellt werden. Gerade vor dem Hintergrund der massiven Auswirkungen der Klimakrise auf den Wasserhaushalt ist es dringend nötig, die Belastungen des Wassers und der Gewässer insbesondere durch zu hohe Düngeeinträge, Entwässerungen, zu hohe Wasserentnahmen, Begradigung und Aufstau sowie Flächenverluste deutlich zu reduzieren. Doch gerade in Bayern sind wir von einem guten Zustand und gesunden Gewässern noch weit entfernt kritisiert der BN. Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein unverzichtbares Gut und eine begrenzte Ressource, deren Wert es zunächst zu erkennen gilt, um es schätzen und schützen zu können.

Zentrale Forderungen des BUND Naturschutz zum Gewässerschutz:

 Vorsorge- und Verursacherprinzip durchsetzen

 Flüssen und Bächen mehr Raum geben - Dynamik zulassen

 Versiegelung stoppen - Rückbaumöglichkeiten prüfen

 Abbau von Querbauwerken und Uferversteinungen

 Wasser dezentral und naturverträglich in der Fläche halten

 Nähr- und Schadstoff- sowie Feinsedimentbelastungen reduzieren

 Wasserentnahmen reduzieren - Entwässerungen rückgängig machen

 Binnenschifffahrt den Flüssen anpassen

Viele Menschen tragen schon jetzt durch ein verantwortliches ökologisches Verhalten beim Einkauf, im Haushalt und Garten zum Gewässerschutz bei und benutzen des-halb nur umweltfreundliche Stoffe zur Reinigung, zum Spülen und Waschen, oder zur Renovierung. Verzichten im Garten auf Düngemittel und Pestizide. Geben Medikamente und Chemikalien ordnungsgemäß bei dafür vorgesehenen Sammel-stellen ab - denn ein Großteil davon gelangt sonst in das Abwasser und kann unsere Gesundheit gefährden.

Weitere Infos: www.bund.net/fluesse-gewaesser/wasserrahmenrichtlinie/