Familiensonntag an der Exe zum Thema "Wald (er)leben

Am Sonntag war so ein Tag, wo jeder lieber zu Hause auf dem Sofa sitzt und dem knisternden Feuer im Ofen zuschaut. Nicht so wir! Sophia und Ella sind sogar aus Oberbessenbach gekommen. Nachdem wir uns alle gesammelt hatten, wollte uns der Regen ein Schnippchen schlagen, aber auch davon haben wir uns nicht abhalten lassen.

23.10.2017

Am Sonntag war  so ein Tag, wo jeder lieber zu Hause auf dem Sofa sitzt und dem knisternden Feuer im Ofen zuschaut. Nicht so wir! Sophia und Ella sind sogar aus Oberbessenbach gekommen. Nachdem wir uns alle gesammelt hatten, wollte uns der Regen ein Schnippchen schlagen, aber auch davon haben wir uns nicht abhalten lassen. Auf dem Weg zu unserem Erkundungsplatz erleichterten wir uns mit einem kuscheligen Stofftier  in der Hand das Vorstellen. Reihum wurde das possierliche Tierchen weitergereicht und jeder sagte dazu seinen Namen. Es tröpfelte immer noch ein wenig und so suchten wir etwas Schutz unter großen Buchen. Unter diesem großen Blätterdach machten wir unser erstes Ratespiel. Die Wildkatze wurde ganz genau beschrieben mit ihrem buschigen Schwanz, zotteligen Fell, wo sie sich im Wald gerne versteckt, was sie gerne frisst, wo sie schläft und wann sie auf Mäusejagd geht. Natürlich hatte Jutta auch ein kuscheliges Wildkätzchen mit dabei, das ganz schnell einen neuen Freund gefunden hat. In dieser kleinen Gruppe war es natürlich auch eine Herausforderung, ohne großen Zeitaufwand ein Tastratespiel einzubinden. Sophia wurden die Augen mit einer Augenbinde verbunden. Jutta führte sie an den Baumstamm einer großen Buche heran und zeigte ihr, wie man verschiedene Stellen am Baumstamm ertasten kann, um den Baum dann mit offenen Augen wieder zu entdecken. Da gab es großflächige Flechten, dicke Wurzeln am Fuß des Baumes und ihre Arme reichten bei weitem nicht, um den dicken Baum mit Ihren Armen zu umfassen. Sophia durfte so lange fühlen und tasten, bis sie sich ganz sicher war, dass sie ihren Baum wieder erkennen würde. Wieder an den Ausgangspunkt zurückgeführt wurde Sophia die Augenbinde abgenommen und sie hat zweimal hintereinander ihren Baum wieder finden können. Das hat Sophia prima gemacht, denn nicht jedes Kind ist bereit gewesen, sich auf die geheimnisvolle Reise in die „Dunkelheit“ zu begeben. Aber auch beim Zuschauen und Beobachten kann man vieles lernen und Mama oder Papa können das Spiel beim nächsten Waldspaziergang wieder einmal einflechten. Nachdem alle Kinder noch auf Tiersuche gehen durften, fand sich in jeder Becherlupe eine größeres oder kleineres Waldtierchen, wie die Waldameise, den Waldmistkäfer, einen ganz kleinen Buchenbock und viele mehr, die wir in der kurzen Zeit im Waldstreu, Waldboden und Wurzelwerken finden konnten. Nach getaner Arbeit waren die Kinder sehr entspannt und glücklich und fühlten sich wohl wirklich dem Waldleben ein wenig näher. Leider hatte das Wetter für uns nicht das Beste zu bieten gehabt, obwohl wir alle tapfer den Nachmittag mit vielen Aktionen draußen verbrachten, war es nicht nur den Kindern inzwischen etwas kühl geworden. So freuten wir uns alle auf dem Rückweg auf ein warmes Getränk zuhause.

Dagmar Förster und Jutta Wolf