DEMO zu Glyphosat in Aschaffenburg

Der BUND Naturschutz und Campact hatten am Donnerstag, den 23. November um 17.30 Uhr in Aschaffenburg vor der City-Galerie, Eingang Schöntal (am blauen Klavier) eine DEMO gegen das Unkrautvernichtungsmittel "GLYPHOSAT" organisiert

23.11.2017

Der BUND Naturschutz protestierte gemeinsam mit Campact-Aktiven am Donnerstag den 23.11.2017/17.30 Uhr (Treffpunkt: Park Schöntal - am blauen Klavier, vor der City-Galerie) gegen den Wunsch der CSU in der EU-Kommission für die Verlängerung von Glyphosat zu stimmen.

Nachdem kein Vertreter der CDU/CSU zu einer Stellungnahme erschienen ist, überreicht Stefan Kistner von Campact das Plagiatsgutachten am Freitag vormittag im Parteibüro.

Nach dem Protestauftakt an der City Galerie setzte sich der Protestzug von der PlatanenAllee - Goldbacher Straße - Weissenburger Straße (bis Erthalstraße) - Friedrichstraße und  wieder zurück zur City Galerie in Bewegung

Was ist Glyphosat?

Glyphosat ist das in Deutschland und in der Welt am häufigsten eingesetzte Pflanzengift. Es ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel und ein sogenanntes Totalherbizid. Es kommt auf 40% der deutschen Ackerflächen zum Einsatz. 70% der Deutschen sind für ein Verbot von Glyphosat – es lässt sich bei 70% im Urin nachweisen.  Es tötet jede Pflanze, die gentechnisch nicht so verändert wurde, dass sie den Herbizideinsatz überlebt. Glyphosat ist lt. Krebsforschungsagentur der WHO wahrscheinlich krebserregend beim Menschen – es steht auch im Verdacht hormonell wirksam zu sein und es trägt maßgeblich zum größten Artensterben in der Agrarlandschaft bei (Die ChemieIndustrie ist der drittgrößte Industriezweig Deutschlands).

Glyphosat ist in der Landwirtschaft ersetzbar, vor allem durch Pflügen und Grubbern.

GLYPHOSAT   MUSS  VERBOTEN  WERDEN!!

Wir möchten unseren Kindern und Enkeln eine intakte Natur hinterlassen, denn wir haben dieses Stückchen Erde von unseren Kindern nur geliehen!

Bisher konnte der Koalitionspartner SPD erreichen, dass der CSU-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt sich bei der Abstimmung um die Verlängerung von Glyphosat enthalten musste. Neben der Enthaltung Deutschlands haben sich zehn EU-Staaten gegen eine Verlängerung entschieden, darunter Länder wie Italien und Frankreich. Die Abstimmung wurde daraufhin vertagt. Wir fordern die CSU auf, eine Politik für den Bürger und nicht für Lobbyisten zu betreiben und bei der nächsten Abstimmung, gegen eine Verlängerung zu stimmen!

Mit  umweltfreundlichen Grüßen

BUND Naturschutz in Bayern e.V.

und Campact - Aktiven