40jähriges Jubiläum zum Schutz des Hafenlohrtales

Seit 40 Jahren kämpft die Aktionsgemeinschaft „Rettet das Hafenlohrtal (AGH) um die Bewahrung dieses schutzwürdigen Tales im Spessart. Der Stausee hätte nach dem anfänglichen Vorhaben diese intakte Naturlandschaft mit seiner Fauna und Flora auf 15 Kilometern Länge überflutet und vernichtet, so die Mitteilung.

25.06.2018

Seit 40 Jahren kämpft die Aktionsgemeinschaft „Rettet das Hafenlohrtal (AGH) um die Bewahrung dieses schutzwürdigen Tales im Spessart. Der Stausee hätte nach dem anfänglichen Vorhaben diese intakte Naturlandschaft mit seiner Fauna und Flora auf 15 Kilometern Länge überflutet und vernichtet. Nach über 30 Jahren ausdauerndem und zähem Widerstand der Aktionsgemeinschaft Hafenlohrtal (AGH) und vieler Menschen in der gesamten Region gab im September 2008 auch die Bayerische Staatsregierung die Pläne zum Bau eines Trinkwasserspeichers im Hafenlohrtal endgültig auf. Die AGH hat mit ihrem zähen Widerstand und dem Aufzeigen alternativer Lösungen mitgeholfen, die entscheidenden Impulse zum Umdenken in der Wasserwirtschaft zu geben.

Am Sonntag, den 24. Juni, wurde dies im Gasthaus „Hochspessart“ in Lichtenau gefeiert.

Der Tag begann mit einem ökumenischen Dankgottesdienst um 10 Uhr am Bildstock bei Einsiedel. Der Gottesdienst wurde  musikalisch begleitet vom Gesangverein Liederkranz Rothenbuch und der Germania Glattbach. Die Feier fand um 14 Uhr im Gasthaus Hochspessart in Lichtenau statt.

Sebastian Schönauer begrüßte die Gäste zum 40jährigen Jubiläum, die aus Nah und Fern angereist waren. Ein besonderer Dank galt der Ortsgruppe des BUND Naturschutz in Rothenbuch für den Bau des Stegs über die Hafenlohr und die Pflege der Arnikawiesen im Hafenlohrtal. Konsumorientiertes Denken, der Flächenverbrauch in Deutschland mit 30ha (entspricht ca. 100 Fußballfeldern) und hohe Nitratbelastung im Grundwasser (bedingt durch übermäßiges Ausbringen an Gülle) prangerte Sebastian Schönauer besonders an!

Mitbegründer Prof. Hubert Weiger bedankte sich bei dem inzwischen schon generationübergreif. Arbeiten in vorderster Linie mit Sebastian Schönauer, der im April seinen 75. Geburtstag feiern konnte. Das Hafenlohrtal wurde bereits als europ. Schutzgebiet „Natura 2000“ gesichert. Gefordert wird hier vom Land Bayern es als Naturschutzgebiet auszuweisen. Die AGH ist einer der erfolgreichsten Bürgerbewegungen, die jemals geführt wurde. Wasser ist unser größtes Lebensmittel so Prof. Weiger und die Trinkwasserversorgung in ganz Bayern ist der AGH zu großem Dank verpflichtet.

Weitere Grußworte überbrachten Erich Perchermeier (stv. Vors. BN-Kreisgruppe Main-Spessart),  Gerd Aulenbach (Bürgermeister von Rothenbuch), Christine Scheel (ehem. Mitglied des Bundestages) und Stefan Maurer (stv. Landesgeschäftsführer).

BUND Naturschutz, Kreisgruppe Aschaffenburg

Jutta Wolf